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Dienstag, 9. August 2016

Guinness-Schoko-Kuchen mit Frischkäse-Frosting

Hallo ihr Lieben, ich melde mich aus meinem Sommerloch. Ich bin seit zwei Wochen in meiner Heimat bei meiner Familie in Norddeutschland und hatte mir vorgenommen, hier ein bisschen zu entspannen und gleichzeitig möglichst effektiv für's Examen zu lernen - draußen auf der Terrasse in der Sonne. Nun ja. Als ich diese Pläne höchstmotiviert geschmiedet habe, habe ich nicht im geringsten daran gedacht, dass es möglicherweise fast jeden Tag regnen würde und sowieso ganz schön unsommerlich ist. Gelernt habe ich in den letzten Wochen trotzdem viel, in den ersten Tagen bin ich sogar morgens um 5 Uhr aufgestanden, um möglichst früh mit dem Lernen anzufangen und dann auch früh (gegen Mittag) aufhören zu können und den restlichen Tag mit etwas Schönerem verbringen zu können. Im Moment klappt das superfrühe Aufstehen nicht mehr so gut, irgendwie ist gerade erst einmal die Luft raus, ich fühle mich ein bisschen wäh und so ganz langsam macht sich der erste Anflug von "Oh Gott, in vier Wochen fangen die Prüfungen an"-Panik breit. Wäh. Ein schöner Tag mit einer lieben Freundin in Hamburg und der große Nervenkitzel in der virtuellen Harry-Potter-Theaterkarten-Warteschlange (wir haben tatsächlich Karten (für... äh... Oktober 2017) ergattert!!) konnten mich ganz gut vom Wäh-Gefühl ablenken und was außerdem ganz gut hilft ist Backen. Gebacken habe ich hier nämlich tatsächlich sehr viel - erst eine dreiteilige Hochzeitstorte für meinen Onkel (inkl. mittelschwerer Küchenkrisen, das Ergebnis war letztendlich aber doch zufriedenstellend) und am Montag einen ganz besonderen Geburtstagskuchen für meinen Papa: Einen Guinness-Schoko-Kuchen mit Frischkäse-Frosting - soooo gut, sage ich euch! Möglicherweise der beste Rührkuchen, den ich bisher gegessen habe.


Ich hatte schon einige Kuchenrezepte gesehen, die Limo, Cola oder eben auch Bier beinhalten und war wirklich gespannt, wie sich ein Viertelliter Guinness im Schokokuchen machen würden. Besonders lustig fand ich, dass der fast schwarze Kuchen mit dem weißen Frischkäse-Frosting wie ein frischgezapftes Pint aussehen sollte - das hat auch wirklich super geklappt. Der Kuchen sieht jedoch nicht nur super aus, sondern ist auch richtig lecker, wunderbar saftig (fast schon (gut-)matschig) und die feine Guinness-Note verleiht dem Schokokuchen eine ganz besondere malzige Note.

 
Für eine 24er-Springform:
250 ml Guinness
250 g Butter
75 g Kakaopulver
350 g Zucker
140 g saure Sahne
2 Eier
1 Prise Salz
1 TL Vanillearoma
275 g Mehl
2 1/2 TL Natron

Für das Frosting
300 g Frischkäse
150 g Puderzucker
125 g Schlagsahne

Zuerst heizt ihr den Backofen auf 180°C vor und fettet die Springform mit etwas Butter ein. Das Guinness gießt ihr zusammen mit der Butter in einen Topf und erhitzt das Ganze bis die Butter geschmolzen ist. Dann rührt ihr den Zucker und den Kakao unter die Guinness-Butter-Masse. In einer Schüssel verrührt ihr die Eier und die Prise Salz mit der sauren Sahne und gebt die Creme anschließend zusammen mit dem Mehl und dem Natron zu der dunklen Guinness-Masse und mixt fleißig bis ihr einen glatten Teig habt. Den Teig gebt ihr in die Springform und dann lasst ihr den Kuchen für 50-55 Minuten backen (Holzstäbchen-Probe!). 

Wenn der Kuchen komplett ausgekühlt ist, könnt ihr ihn aus der Form nehmen und das Frosting anrühren. Hierfür verrührt ihr den Frischkäse mit dem Puderzucker, schlagt die Sahne steif und hebt diese dann vorsichtig unter den Frischkäse. Anschließend gebt ihr das Frosting auf den Kuchen und stellt diesen am besten einige Stunden in den Kühlschrank, damit die Frischkäse-Creme etwas fester wird. Alternativ könnte man sicherlich auch etwas Gelierfix oder Sahnesteif unter die Masse geben. Wie auch immer ihr euch entscheidet - die frische Creme passt perfekt zu dem saftigen Kuchen!


Jetzt, wo ich mit bestem Gewissen und größter Sicherheit sagen kann, dass der Kuchen absolut köstlich ist, kann ich ja auch berichten, dass der Kuchenteig überhaupt nicht gut geschmeckt hat. Meine Chemie-Kenntnisse reichen nicht für ausschweifende Erklärungen aus, aber der pure Teig hat furchtbar nach Natron geschmeckt, sodass ich mir schon Sorgen gemacht hatte, dass der Kuchen ungenießbar sein würde. Letztendlich hat das Natronpulver aber super dafür gesorgt, dass der Kuchen schön fluffig aufging und der gebackene Kuchen schmeckte dann (zum Glück!) überhaupt nicht mehr nach Natron. Magic! Also: Egal, ob ihr eurem Vater, eurem Bruder, eurem Freund oder auch zum Mädels-Kaffeeklatsch einen besonders leckeren und originellen Kuchen backen möchtet, solltet ihr den Guinness-Schoko-Kuchen unbedingt mal ausprobieren. 

Morgen ist übrigens schon mein letzter Wäh-Lerntag in der Heimat, was meine schleichende Wäh-Panik nur vergrößert. Bevor es dann am Donnerstag zurück in meine eigenen vier Wände nach Hessen geht, werde ich noch mit Resis Familie, die am Donnerstag von der Ostsee zurückkommen und hier einen Zwischenstopp einlegen, in den Heide-Park gehen und mit Juli so viel Karussell fahren und rutschen bis das Wäh-Gefühl keine Chance mehr hat. Zuhause kann ich dann ja einfach weiter backen, um den Lern-Blues und die Wäh-Panik zu bekämpfen.




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