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Montag, 20. Juni 2016

Rhabarber-Ingwer-Chutney (perfekt zu Käse oder Gegrilltem)

Obwohl ich absolut keinen Spargel mag (I know, I know...), bin ich ein großer Freund von saisonalem Obst und Gemüse. Im Herbst freue ich mich immer wieder auf die Kürbiszeit, im Sommer kann ich gar nicht genug Pfirsiche, Kirschen und frische Beeren verputzen und im Frühling liebe ich alles mit Rhabarber. Umso größer war mein Entsetzen, als ich vor einigen Tagen feststellte, dass der Johannistag und somit das alljährliche Ende des Rhabarbers nicht einmal mehr eine Woche entfernt waren und ich dieses Jahr noch gar keinen Rhabarber verarbeitet oder gegessen hatte! Mayday, Mayday! Im Handumdrehen wurde Rhabarberkuchen genascht und überlegt, was ich nun noch schnell mit dem rosa-grünen Gemüse anstellen könnte. Gleichzeitig brauchte ich auch noch ein Mitbringsel für meine irische Familie, die Juli und ich am Freitag (!!!) endlich wieder besuchen werden und somit beschloss ich kurzerhand, zum ersten Mal ein Chutney zu kochen: Ein köstliches, süß-saures Rhabarber-Ingwer-Chutney.


Für 5 Gläser (je 200-300 ml):
1 kg Rhabarber
3 kleine-mittelgroße Zwiebeln (fein gewürfelt)
ein 2-cm-großes Ingwerstück (fein gewürfelt)
200 ml weißer Balsamico-Essig
500 g Zucker
1 TL Salz

Zuerst putzt ihr den Rhabarber (schälen braucht ihr ihn nicht unbedingt) und schneidet ihn in kleine Stücke (etwa 1 cm breit). Der Rhabarber wird dann kurz zur Seite gelegt und erst einmal gebt ihr die Zwiebelstückchen, den Ingwer, den Essig, den Zucker und das Salz in einen großen Topf und lasst das Ganze für etwa 5 Minuten köcheln. Wenn der Zucker aufgelöst ist, könnt ihr die Rhabarberstückchen hinzugeben und das Ganze bei niedriger Hitze für etwa 20 Minuten köcheln lassen. Wenn der Rhabarber bis auf wenige Stückchen verkocht ist und die Konsistenz der von Marmelade ähnelt, könnt ihr das Chutney noch einmal nach Belieben abschmecken. Anschließend füllt ihr das noch kochend heiße Chutney in sterile Gläser mit Schraubverschluss und dreht diese umgehend nach dem Befüllen (und Verschließen) auf dem Kopf, damit ein Vakuum entstehen kann. Die verschlossenen Gläser sollten mindestens ein Jahr lang halten, das geöffnete Chutney im Kühlschrank mindestens acht Wochen.


(Fun fact: Zu Beginn meiner Au Pair Zeit war der kleine Knirps der Familie gerade einmal 1 1/2 Jahre, konnte "Julia" nicht aussprechen und nannte mich "Goola" - mittlerweile ist er 7 Jahre alt und kann meinen Namen natürlich längst richtig aussprechen, aber mein Spitzname ist geblieben und meine Gastfamilie nennt mich seit jeher "Goola" :-))


Das Chutney schmeckt wunderbar süß-sauer-zwiebelig mit einem Hauch von der Schärfe des Ingwers und am allerbesten schmeckt es mir mit richtig gutem Käse. Hierbei sollte ich anmerken, dass "richtig guter Käse" für mich mittelalter bis richtig alter Gouda oder - noch besser - Cheddar ist (aber bloß keinen milden, der weniger als sechs Monate gereift ist - je älter, bröseliger und knirschiger im Mund, desto besser :D). Das, was andere möglicherweise als "richtig guten Käse" beschreiben würden, mag ich dann leider eher gar nicht, aber das Chutney schmeckt bestimmt auch zu anderen Käsesorten gut! Außerdem kann ich mir auch vorstellen, dass das Chutney supergut zu gegrilltem Fleisch passt - das werde ich bei Gelegenheit umgehend testen.

Wie mögt ihr Rhabarber am liebsten?

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