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Dienstag, 19. April 2016

Buchtipp: Es muss wohl an dir liegen

So sehr ich es auch liebe, mich in Fantasiewelten zu verlieren, im Moment bleibt das Lesen wirklich auf der Strecke. Letztes Jahr habe ich insgesamt immerhin 27 Romane in meiner Freizeit gelesen und im vergangenen Vierteljahr habe ich es gerade einmal auf drei Bücher geschafft. Zum einen habe ich viel "Lesezeit" verloren, da ich im Moment weniger mit der Bahn und eher mit dem Fernbus unterwegs bin, wo ich dann aus Reiseübelkeitsgründen lieber auf Hörbücher (vorzugsweise Harry Potter)  zurückgreife. Zum anderen lese ich tagsüber nur ganz selten (vorzugsweise sonntags auf der Parkbank) und wenn ich abends im Bett liege, bin ich "leider" zu müde. Natürlich bin ich froh, dass ich gerade relativ gut einschlafen kann (das ist nämlich absolut nicht immer so), aber gleichzeitig ist es auch schade, dass das Lesen auf der Strecke bleibt und mein To-Read-Bücher-Stapel immer größer wird. Nachdem ich dieses Jahr mit "Das unerhörte Leben des Alex Woods" und "All die verdammt perfekten Tage" zwei eher schwere und tragische Geschichten gelesen habe, hatte ich erst einmal wieder so richtig Lust auf eine unterhaltsame und locker-luftige Liebesgeschichte und... "Es muss wohl an dir liegen" von Mhairi McFarlane war da geradezu perfekt!


Die Geschichte dreht sich um Delia Moss, die eigentlich mitten im Leben steht. Sie hat ein einen sicheren Job, führt seit 10 Jahren eine solide Beziehung Paul, mit ihrem Partner und die nächsten logische Schritte wären demnach eine Hochzeit und ein Baby. Weil Paul aber anscheinend keinen Zeitdruck verspührt, nimmt Delia die Dinge selbst in die Hand und macht Paul einen Antrag, den er annimmt - auch wenn sich Delia seine Reaktion etwas euphorischer vorgestellt hatte. Der Abend der Verlobung hält aber ein noch viel größeres Desaster bereit, als Delia herausfindet, dass Paul eine Affäre hat. Kurze Zeit später kündigt Delia im Affekt ihren Job und steht somit vor den Ruinen ihres bisherigen Lebens. Um wieder einen klaren Kopf zu bekommen und neu durchzustarten, zieht Delia kurzfristig nach London zu ihrer Freundin Emma und findet dort einen furchtbaren Job mit einem furchtbaren Chef. Zu allem Übel macht ihr Adam, der ebenfalls furchbare, aber durchaus hübsche Erzfeind ihres Chefs, ihr Leben erst recht zur Hölle. Zum Stressabbau beginnt Delia mit einem längst vergessenen Hobby, doch wann immer wieder Licht am Ende des Tunnels zu erkennen ist, folgt eine Katastrophe der nächsten. Als Adam plötzlich doch gar nicht mehr so furchtbar zu sein scheint und dann auch noch Paul vor ihrer Tür steht und um Verzeihung bittet, ist die Verwirrung komplett.


"Es muss wohl an dir liegen" ist nicht nur für die Protagonistin Delia die reinste Achterbahn der Gefühle. Ich als Leserin war auch ständig dazwischen hin- und hergerissen, laut loszulachen und die Hände verzweifelt über dem Kopf zusammenzuschlagen. In der Mitte des Romanes gab es eine etwas langatmigere Passage, aber insgesamt hat mich die Handlung immer wieder überrascht und je näher sich der Roman dem Ende neigte, umso unsicherer wurde ich in meiner Vermutung, wie er wohl enden würde. Delia war mir als Romanheldin sehr sympathisch und auch die Nebencharaktere sind, meiner Meinung nach, sehr abwechslungsreich und authentisch dargestellt, sodass auch für die Handlung entscheidende Vor- und Hintergrundgeschichten nicht zu kurz kommen.


Die Romane von Mhairi McFarlane habe ich schon vor einiger Zeit für mich entdeckt und ihr Debütroman "Wir in drei Worten" ist eines meiner Lieblings-Chick-Lit-Bücher aller Zeiten. Der zweite Roman, "Vielleicht mag ich dich morgen", konnte mich vergleichsmäßig nicht ganz so gut mitreißen, aber "Es muss wohl an dir liegen" hat mir nun wieder viel besser gefallen und mich mit allem versorgt, was ich mit von einer unterhaltsamen Liebesgeschichte wünsche - Witz, Drama, Spannung und Überraschungen. Ich muss gestehen, dass die Handlung hin wieder schon ein kleines bisschen unrealistisch war, ganz besonders was die kriminelle und juristische Seite der Geschichte betrifft, aber... hey, Harry Potter ist auch nicht unbedingt realistisch und trotzdem super! Wie bei so vielen Büchern, kann ich mir auch ganz besonders gut eine Verfilmung von "Es muss wohl an dir liegen" vorstellen - perfekt für einen Kinoabend mit der besten Freundin und jeder Menge Popcorn!

Was lest ihr gerade? Habt ihr ein paar Tipps für mich, die ich auf meine endlose Buchliste setzen sollte? :-)

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