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Dienstag, 6. Oktober 2015

Potter's Pumpkin Pie (Kürbiskuchen)

Ich wünschte, Halloween hätte eine größere Rolle in meiner Kindheit gespielt. Ich bin mir nicht sicher, ob es daran liegt, dass ich in einer beschaulichen, etwas hinterweltlichen Kleinstadt aufgewachsen bin, aber die "Süßes, sonst gibt's Saures"-Welle schwappte erst in mein Bewusstsein, als ich eigentlich schon etwas zu alt war, um verkleidet nach Süßigkeiten bettelnd durch die Nachbarschaft zu ziehen. Ein Jammer! All die Halloween-Parties, die ich mit meinen Schulfreunden hätte feiern können, wenn ich doch nur rechtzeitig gewusst hätte, dass es Halloween gibt. Um ehrlich zu sein, kann ich gar nicht genau sagen, ob ich den "Trick or Treat"-Brauch und ausgeschnitzte Kürbisfratzen überhaupt schon kannte, bevor ich als 11-jähriger Bücherwurm damit konfrontiert wurde, dass Harry Potter Halloween in Hogwarts feierte. Und Halloween in Hogwarts klang, abgesehen vom blöden Troll, einfach nur wunderbar - diese schaurig-schöne Atmosphäre und all die Köstlichkeiten! Seit ich dieses Szenario, vertieft in meine Lesewelt, miterlebt habe, wollte ich (neben Butterbier und Schokofröschen) schon immer einmal richtigen Pumpkin Pie, also Kürbiskuchen, probieren. Als ich neulich, einige Tage bevor mich eine liebe Freundin besuchte, im Chefkoch-Magazin auf ein Rezept für genau diese Köstlichkeit gestoßen war, war schnell klar, dass ein Besuch die perfekte Gelegenheit war, um endlich wirklich einmal einen Kürbiskuchen zu backen und zu probieren.

Für eine 26er Tarte-Form:
Teig:
250g Mehl
1/2 TL Backpulver
75 g Zucker
125 g Butter (weich)
1 Ei
Kürbiscreme:
350 g Kürbisfleisch (am besten Hokkaido)
3 Eier
100 g brauner Zucker
1/2 TL gemahlener Ingwer
1/2 TL Muskat
1 TL Zimt
1 Prise Nelken
(oder statt all der einzelnen Gewürze 1-2 TL Lebkuchengewürz)
2 EL Ahornsirup
100 ml Schlagsahne

Zuerst verknetet ihr alle Zutaten für den Mürbeteig zu einem glatten Teig, wickelt diesen in Frischhaltefolie ein und legt ihn für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank. In der Zwischenzeit schält und schneidet ihr das Kürbisfleisch in Spalten (ein echtes Workout!), wickelt diese in Alufolie ein und gart sie bei 160°C (Umluft) für etwa 30-40 Minuten im Backofen. Danach lasst ihr die Kürbisspalten etwas abkühlen, bevor ihr es fein püriert. Um harte Kürbisstückchen und -fasern zu entfernen, solltet ihr das Kürbispüree am besten auch noch durch ein feines Sieb streichen. Nun rollt ihr den Mürbeteig gleichmäßig rund aus und legt ihn sorgfältig in die leicht gefettete Backform, sodass ihr einen 3 cm hohen Rand formen könnt. Für die Kürbiscreme schlagt ihr erst die Eier und den Zucker cremig auf, bevor ihr erst das Kürbispüree hinzugebt und anschließend die Gewürze, den Sirup und die Sahne unterrührt. Die Creme gießt ihr vorsichtig auf den Boden und dann schiebt ihr den Pumpkin Pie bei 160°C (Umluft) für etwa eine Stunde in den Ofen. Falls er zu dunkel wird, könnt ihr den Kuchen zwischendurch auch mit Alufolie abdecken. Zum Servieren könnt ihr den Kürbiskuchen mit Puderzucker bestreuen.


Wenn man sich die Arbeit nicht pratischerweise mit einer Freundin teilen kann, ist die Zubereitung schon etwas aufwendiger als die eines gewöhnlichen Rührkuchens, aber der Pumpkin Pie ist den Aufwand auf jeden Fall wert! Ich liebe so herbstliche/winterliche Gewürze (auf Englisch ja auch passenderweise als "Pumpkin Spice" bezeichnet) einfach total und mit dem Kürbisfleisch war der Kuchen richtig schön saftig, was gleichzeitig besonders gut zum knusprigen Mürbeteigboden passte.

Falls es euch auf den Fotos nicht ohnehin schon (schneller als mir) auffällt, gebe ich zu, dass unser Kürbiskuchen nicht optimal gelungen ist, was in erster Linie daran lag, dass die vermeintliche Tarteform, die ich von meiner Oma geerbt habe, eigentlich eine Obstbodenform ist. Das wusste ich aber nicht. Während wir vor dem Backen munter den Teig in die Form legten, wunderten wir uns noch überhaupt nicht über den seltsam angehobenen Boden der Form. Erst als uns später beim Anschneiden auffiel, dass der Boden verhältnismäßig dick geraten war, kamen wir zu dem Entschluss, dass wir keine Tarteform benutzt hatten, was gleichzeitig auch erklärte, warum unsere Kürbiscreme nicht komplett in die Form gepasst hatte und der Kuchenrand so dick geraten war. Und warum es bei meiner Oma nie Tarte gegeben hatte. Whoops! Aber auch mit dem etwas unausgewogenen Verhältnis von Kuchenteig zu Kürbiscreme war der Pumpkin Pie total köstlich. Selbst Juli fand ihn super und hat ein ganzes Stück aufgemampft, was wohl der ultimative Beweis dafür ist, dass der Kuchen nicht nach Gemüse schmeckt ;-).

Außerdem möchten wir uns auch noch für die große Beteiligung und die lieben Kommentare zu unserem Geburtstagsgewinnspiel bedanken und natürlich auch noch die glücklichen Gewinnerinnen bekannt geben. Wir haben die Gewinnerinnen per random.org ermittelt und freuen uns euch nun sagen zu können, wer sich über welches Geschenk freuen darf: 

Die Degustabox geht an Elena, das Bungalow-Küchentuch von wunderschön-gemacht geht an Tine H., die Superfood-Riegel von ChocQlate gehen an Doreen und der Adventskalender von Eine-der-Guten geht an Lisa. Wir haben die Gewinnerinnen bereits benachrichtigt. Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit den tollen Sachen!





  

Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    1. Also, je kleiner sie sind, desto schneller sind sie natürlich gar, aber meine waren, um ehrlich zu sein, auch nicht so klein - auf jeden Fall größer, als Kartoffelspalten, die man so essen würde :-)

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