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Samstag, 26. September 2015

Dublin 2015 - ein Trip in unsere irische Heimat mit Juli (& ein kleines Reisevideo)

Hach, jetzt ist schon wieder eine ganze Woche vergangen seit wir aus unserer irischen Heimat zurück sind. Wir hatten 5 ganz wunderbare Tage in Dublin, von denen ich euch heute ein bisschen berichten möchte - vor allem live und in Farbe! Um selbst (und vor allem für Juli) dauerhafte Erinnerungen zu schaffen, haben wir während unseres Miniurlaubs spontan nämlich das ein oder andere Video aufgenommen, das ich nun zu einem kleinen Reisefilmchen zusammengeschnitten habe. Juli hat das Video als Filmkritiker schon mindestens 20mal geschaut und als superduper bewertet - sein Lieblingsteil ist der mit "Wocco" (eigentlich "Rocco", der Hund aus Resis Gastfamilie). Bevor ihr nun beherzt zum Popcorn greift und mit uns nach Dublin zurückreist, berichte ich noch ein wenig von dem, was man in dem Video vielleicht nicht sehen kann.


Ich könnte nun nur davon berichten, wie wunderbar der Urlaub war (und das war er ja auch!), aber ich möchte ich auch (aus der Sicht der Patentante) schildern, wie es wirklich ist, mit einem Kleinkind zu verreisen. Es ist ja nicht so, dass es nicht (auch im Vorfeld) zu Bedenken und kleineren Krisen gekommen wäre. Seit Resi und ich vor 5 Jahren (whaaat?!) als Au Pairs ein Jahr in Dublin gelebt haben, besuchen wir eigentlich mindestens einmal im Jahr unsere Gastfamilien, bei denen wir als quasi-Familienmitglieder auch nach all den Jahren jederzeit willkommen sind (<3). 2013 waren wir bereits mit Juli (damals 9 Monate) in Irland und auch damals hatte er schon alles super mitgemacht, aber natürlich kann er sich nicht mehr daran erinnern. Nachdem ich letztes Jahr alleine nach Dublin gedüst bin, stand für uns fest, dass wir dieses Jahr auf jeden Fall wieder gemeinsam mit Juli in die irische Heimat reisen wollten. Leider müssen Kinder ab zwei Jahren für ein Flugticket den vollen Preis zahlen, was das Ganze (für uns arme Studentinnen - wir haben das Geld für Julis Flugticket geteilt) natürlich nicht einfacher gemacht hat. Wir sind (wieder) mit Lufthansa geflogen, was wir auch jeder Familie mit Kleinkind empfehlen würden. Der Service ist einfach unschlagbar! Am Frankfurter Flughafen erhielt Juli nicht nur eine extra Bordkarte für Fuchs und Simba, sondern wir konnten auch seinen Buggy kostenlos mitnehmen und durften als allererste das Flugzeug betreten, was bedeutet, dass wir mit Juli einfach an all den Menschenschlangen - selbst an den Schnöseln der Businessclass! - am Gate vorbeispazieren durften. Selbst Juli konnte unser Glück kaum fassen und sagte etwas überwältigt mehrfach: "Oh, so viele Leute!". Vor zwei Jahren war das Fliegen mit Juli überhaupt kein Problem und auch dieses Mal fand er es einfach nur super. Wir hatten Bedenken, dass er sich erschrecken würde und hielten bei Start und Landung jeweils eine seiner Händchen fest - er hat vor Freude gejauchzt und begeistert gefragt, ob das Flugzeug nochmal so laut sein und wackeln wird (nein, zum Glück nicht). Ich musste fast weinen, weil es einfach so goldig war, wie sehr er sich freute. Die Zeit im Flieger verging tatsächlich wie im Flug (höhö) und Juli war mit Stickerheften (bester Beschäftigungs-Tipp!), Malbüchern und dem Grüffelo-Film auf dem iPad bestens unterhalten. Das Flugzeugklo fand er übrigens auch super, das war nämlich auch so laut.


Als wir vor zwei Jahren mit Juli in Dublin waren, war er noch ein ganz kleiner Wurm, der einfach glücklich war, wenn er, an einem Keks lutschend, vom Buggy oder Tragetuch aus die Welt beobachten konnte und wir konnten ihn einfach überall hin mitnehmen. Mittlerweile ist Juli natürlich schon ein großer kleiner Kerl, der genau weiß, was er möchte und was er nicht möchte. Meistens ist er wirklich superlieb und fröhlich, aber insbesondere in den Wochen vor unserem Trip war er hin und wieder auch wirklich ein kleines Monster. Der Start ins neue Kindergartenjahr war nicht spurlos an ihm vorbeigezogen und die Tatsache, dass er meistens keinen Mittagsschlaf mehr macht(e), half da natürlich auch nicht. Uns war von Anfang an bewusst, dass dieser Aufenthalt in Dublin anders als alle bisherigen werden würde und wir uns in erster Linie nach Juli richten würden, was aber natürlich auch völlig in Ordnung war. Vor der Reise legten wir eine Liste mit Dingen an, auf die wir in Dublin auf keinen Fall verzichten wollten (Orte, Essen/Trinken, Shops). Hierbei beschränkten wir uns wirklich auf absolute Must-Dos, um uns wirklich nur auf das Wichtigste zu beschränken und uns gleichzeitig auch nicht zu viel vorzunehmen, da wir spontan entscheiden wollten, was wir wann am besten machen könnten. Wir kennen Dublin mittlerweile vermutlich besser als jede andere Stadt (selbst als Marburg :D) und bei unserem Trip sollte es, statt Sightseeing, in erster Linie darum gehen, Zeit mit unseren Gastfamilien zu verbringen und Juli (und uns) eine tolle Zeit zu bescheren. Einer der größten Punkte auf unserer Liste war deshalb auch ein Ausflug in das SeaLife-Center in Bray mit echten Nemos (!). Julis Reaktion könnt ihr gleich im Video betrachten. 


Wir haben versucht Juli im Vorfeld so viel wie möglich zu erzählen, was jeweils als nächstes passieren würde. Wir hatten ihm in den Wochen vor der Reise auch viele Fotos von unseren Gastfamilien gezeigt, sodass er mit den Namen und (Foto)gesichtern vertraut war und wusste, dass wir erst ein paar Nächte bei der einen Familie und dann bei der anderen Familie schlafen würden. Natürlich konnten wir nicht in sein Köpfchen hineinschauen, aber wir glauben, dass es defintiv geholfen hat, ihm immer wieder von unseren Plänen für die nächsten Stunden zu erzählen, sodass er nicht völlig überwältigt sein würde. Ein Flug, sämtliche Busfahrten, viele Leute, eine (für ihn) unverständliche Sprache und ein ganz anderes Umfeld müssen für so einen Knirps ganz schön viel zu verarbeiten sein, aber wie immer hat Juli uns überrascht. Er war einfach superduper. Es dauerte etwa zwei Tage bis sich unsere Reisegruppe gut eingependelt hatte, aber Juli war wirklich einfach superlieb und hat alles richtig gut mitgemacht. Natürlich waren ein paar Kompromisse nötig, aber letztendlich haben wir unsere Must-Do-Liste ganz stressfrei abarbeiten können. Resi und ich hatten jeweils einen "Shoppingtag" alleine in der Stadt, während die jeweils andere mit Juli zuhause blieb (und u.a. Schokokuchen gemeinsam mit den anderen Kindern backte). Ansonsten haben wir zu dritt alles gut gemeistert und konnten die Zeit richtig gut genießen. Juli hatte sogar so viel Spaß, dass er mittags (untypischerweise) wirklich müde genug für mehrstündige (!) Schläfchen im Buggy war. Seine spontanen Mittagsschläfchen haben auf jeden Fall zur äußerst positiven Allgemeinstimmung beigetragen - Juli konnte seine Energieakkus aufladen und war auch in der zweiten Tageshälfte ein happy little fella und (noch viel besser!) wir hatten auch immer ein kleines Päuschen, das wir für so wunderbare Dinge wie Afternoon Tea verwenden konnten. Win-win!

So, damit ihr euch nun aber auch davon überzeugen könnt, wie toll unser Irlandurlaub mit Julibuli wirklich war, kommt hier nun unser...... Trommelwirbel..... VIDEO:


Dublin 2015 from Kuddelmuddel on Vimeo

Es war wirklich wunderbar und gemeinsam mit Juli haben wir uns über so viele Kleinigkeiten in unserer Herzensstadt freuen können (Ein Bus! Ein Transporter! Noch ein Bus! Oh, eine Möwe!). Er war ein echter Schatz und es gab nicht mal einen einzigen Pipi-Unfall. Unsere Iren haben sich so sehr gefreut uns zu sehen und wir uns natürlich genau so sehr. Juli hat sich auf Anhieb super mit den Kindern verstanden - ganz ohne Sprache. Er hat zumindest munter auf Deutsch erzählt (und Anweisungen gegeben), während die Kinder es andersrum auf Englisch gemacht haben. Dara, der Junge meiner Gastfamilie, war damals noch jünger als Juli jetzt ist und dann zu sehen, wie schön er (mittlerweile 6 Jahre alt) mit Juli spielt, war etwas ganz besonderes. Als wir gerade wieder in Frankfurt gelandet waren und noch im Flieger saßen, sprach Juli genau das aus, was uns auch durch den Kopf ging: "Nochma' nach Öhrland fliegen!" - na klar, nächstes Jahr!





PS: Fast hätte ich vergessen von dem riesigen DRAMA zu berichten, das sich in meinem Heimatort Sandymount ereignete. Natürlich war der Urlaub doch nicht perfekt. Wir haben den Fuchs verloren. DEN FUCHS! Juli und ich sind panisch zweimal durch's ganze Dorf gelaufen. Okay, zugegeben war nur ich wirklich panisch, denn Juli sagte nur immer seufzend: "Oh, so ein Ärger! Der arme Fuchs! Da müssen wir einen neuen kaufen." Ha, von wegen! Das hätte er spätestens abends zur Schlafenszeit niemals akzeptiert. Gerade als ich Resi verzweifelt per SMS davon in Kenntnis setzte, dass ich als schlechteste Patentante aller Zeiten nicht bemerkt hatte, dass der Fuchs aus dem Buggy gesprungen war, kam uns eine Frau mit dem Fuchs in der Hand entgegen. Ich hätte sie am liebsten abgeknutscht. Wie immer fand Juli die richtigen Worte: "So ein Glück!"

Kommentare:

  1. Das hört sich so toll an!Und das Video ist so zuckersüß. :)
    Da habe ich gleich wieder Lust auf Dublin bekommen!

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  2. Sehr sehr süß. Leider will ich jetzt auch direkt wieder nach Irland :/ Fernweh!

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