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Montag, 24. August 2015

DIY: Personalisiertes Memory-Spiel mit eigenen Motiven

Huch, der einzige, der unsere DIY-Kategorie in den letzten Monaten mit seinen Basteleien (siehe Eierkarton-Krokodil und Pappteller-Vögel) aufrecht erhalten hat, ist Juli. An sich bastel, male und gestalte ich ja wirklich, wirklich gerne, aber meist konzentriert sich das auf die kühleren, graueren Jahreszeiten, wenn große Feste und Geburtstage anstehen. Momentan fühle ich mich in meiner Wohnung außerdem so pudelwohl, dass ich erst einmal nichts weiter verändern möchte (wobei ich ja vielleicht doch mal meine rosa Wohnzimmerwand rauchblau streichen und die Gallerie-Wand entsprechend neu gestalten könnte....) und auch keine weiteren (realistischen) DIY-Projekte im Hinterkopf habe. In den letzten Wochen haben sich meine kreativen Ergüsse fast ausschließlich auf die Mal-Sessions mit Juli konzentriert, der mich dabei nur zu gern kommandiert und befiehlt, was ich als nächstes malen soll: "Einen Grüffelo! Die Lieselotte! Das Gruselmonster! Noch einen Grüffelo!". Wann immer ich eine einfache Sonne auf's Papier zauber, fragt Juli immer direkt: "Kann die Sonne auch lachen?!". Dieser ewige Sonne-mit-Gesicht-Kreislauf konnte nur durchbrochen werden, indem ich der Sonne neulich zur Abwechslung eine Sonnenbrille zeichnete - bäm, das brachte mir mindestens 10 weitere Punkte auf meiner Coole-Patentante-Skala ein, weil Juli nun natürlich denkt, ich hätte die Sonne mit Sonnenbrille erfunden. Was ich natürlich auch habe. So, genug der Anekdoten. Heute soll es schließlich um eine richtige Bastelei gehen: Ein personalisiertes Memory-Spiel, das ich für Juli mit seinen Lieblingsmotiven gebastelt habe.


Juli ist ja noch nicht einmal 3 Jahre alt, aber er ist schon ein richtiger kleiner Puzzlemeister. Puzzlen gehört definitiv zu seinen allerliebsten Lieblingsgeschäftigungen, für die er außerdem auch die allergrößte Ausdauer hat - und das will bei einem Kleinkind viel heißen. Neben seiner großen (und stetig wachsenden) Puzzlekiste hat er auch eine Spielekiste mit altersgerechten Gesellschaftsspielen. Für die interessiert er sich überhaupt nicht. Kein bisschen. Sein Motto scheint zu sein: "Warum soll ich spielen, wenn ich puzzlen kann? Warum soll ich Memorykarten umdrehen, wenn man sie am Ende nicht zusammenpuzzlen kann?". Nun ja. Weil ich mir sicher bin, dass ihm Memory wirklich Spaß machen würde, wenn er den bunten Kärtchen nur mal genügend Aufmerksamkeit schenken würde, habe ich beschlossen, ihm ein Memory mit seinen Lieblingsdingen zu basteln - in der Hoffnung, dass er sich mehr für die Kärtchen interessiert, wenn Nemo, Lieselotte, und sein Kuschelfuchs die Spielkarten zieren. Bei diesem kleinen DIY-Projekt handelt es sich natürlich um keine neuartige Innovation, aber vielleicht kann ich euch mit meiner kleinen Anleitung zumindest ein bisschen inspirieren, wenn ihr auch ein Geschenk für euer liebstes Kleinkind oder auch für ein größeres Kind basteln möchtet. Juli denkt zumindest, ich hätte das personalisierte Memo extra für ihn erfunden. Bäm, 10 weitere Punkte!


Ihr braucht:
feste, identische Pappkärtchen (selbst gemacht oder gekauft)
Fotos/ausgedruckte Lieblingsmotive
selbstklebende Folie (eigentlich zum Einschlagen von Büchern)
Schere
Foto-Klebe-Punkte

Das Basteln des Memorys erklärt sich eigentlich fast von selbst. Wenn ihr richtig dicke/stabile Pappe und viel Geduld habt, könnt ihr die Kärtchen-Rohlinge natürlich selbst produzieren, aber wenn ihr es ein wenig einfacher gestalten wollt, könnt ihr z.B. auch dieses vorgefertigte Set kaufen. Die Kärtchen aus dem Set haben eine optimale Größe (6 x 6 cm), sind schön stabil und haben eine hübsche grüne Rückseite. Die weiße Oberseite könnte von größeren Kindern auch gut bemalt werden, aber Juli ist (abgesehen von besagten Sonnen) bislang ein Vertreter der abstrakten Kunst und hierbei wäre es eher schwierig geworden, identische Paare zu gestalten. Als Motive habe ich Fotos von Juli selbst, einigen seiner Lieblingsmenschen und seiner momentanen Lieblingsdinge am PC zurecht geschnitten und auf mattem Fotopapier ausgedruckt (so finde ich die Qualität der Drucke schöner). Um die Memorykärtchen ein bisschen haltbarer und julisicherer zu gestalten, habe ich die Bilder mit selbstklebender Folie überzogen, bevor ich sie schließlich ausgeschnitten und auf die Pappkarten geklebt habe. Hierzu eignen sich doppelseitige Foto-Klebe-Punkte bestens, die ich jeweils in jede Ecke der Karten geklebt habe. Auf diese Weise halten die Fotos richtig gut und man vermeidet aufwendiges Geklecker mit Flüssigkleber, der "Spuren" auf der grünen Rückseite der Kärtchen hinterlassen könnte. 


Das Aufwendigste war die Auswahl der Motive, aber davon abgesehen, habe ich das Memory in weniger als zwei Stunden fertig gebastelt (und das auch nur, weil ich im Umgang mit der Schere miserabel und langsam bin :D). 


In dem Kartenset waren 60 Karten (also 30 Paare) enthalten, aber ich habe erst einmal nur 15 Paare gestaltet, um Juli das Spiel langsam zu erklären. Hierbei habe ich mich, wie gesagt, auf seine momentanen Lieblingssachen konzentriert, aber weil noch so viele Kärtchen übrig sind, kann ich die im Laufe der Zeit auch noch ergänzen. Man könnte natürlich auch nur ein Memory mit Fotos sämtlicher Familienmitglieder gestalten (vielleicht auch besonders gut, um mit noch kleineren Kindern die Namen aller Verwandten zu üben), aber Julis Familie ist so groß, dass ich nicht gewusst hätte, wo ich da anfangen und aufhören sollte. Da hätten 30 Paare vermutlich auch gar nicht ausgereicht :D.


Juli findet das Memory übrigens super - super, um die Kärtchen anzuschauen, die Motive zu benennen und die Karten wie einen Eishockey-Puck über den Boden zu schießen. Wir haben auch schon kurz tatsächlich Memory gespielt, alle Karten wurden umgedreht, ich deckte eine Nemo-Karte auf und erklärte Juli, dass wir nun die andere Nemo-Karte suchen müssten. Daraufhin drehte er alle Karten nacheinander um und fragte immer wieder (leicht panischer werdend): "Woooo?! Woooooo?!". Als er Nemo gefunden hatte (ha, wie passend - Findet Nemo 2.0), legte er beide Karten nebeneinander und versuchte sie wie Puzzleteile miteinander zu verbinden. Nun ja.


Mit den übrigen Paaren wurde der beschriebene Vorgang wiederholt. Ich kam übrigens nicht dran und durfte keine Karten umdrehen. Vielleicht läuft's morgen ja besser. Wenn nicht, puzzlen wir halt.




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