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Mittwoch, 24. Juni 2015

When it's okay to quit: Ein Nachtrag von Lulu

Ich habe gelernt, dass es nur wenige Situationen im Leben gibt, in denen es in Ordnung ist, etwas aufzugeben. Für etwas zu kämpfen lohnt sich so oft. Wie früher, als man ein altes, knarzendes Radio nicht einfach ausgetauscht, sondern genau betrachtet und dann mühevoll repariert hat. Eine meiner größten Mühen im Leben ist, mir das zu Herzen zu nehmen, denn es ist nicht immer leicht, ein euphorisches Gefühl für eine Sache, die man sehr gern macht oder sehr gern hat, aufrecht zu erhalten. Ich möchte kein "Aufhörer" sein - und ich finde, die Stärke eines Menschen zeigt sich besonders in den Situationen, in denen man weitermacht, obwohl der Weg steinig wird. It's hardly ever ok to quit. Es gibt jedoch eine Sache, die in ihrer Wichtigkeit noch ein Stück bedeutender ist, und das ist das eigene Glück im Leben. Wann ist es in Ordnung, sich von einem Lebensabschnitt zu trennen?: Wenn er einem nicht das Glück beschert, welches man sich von ihm erhofft hat. Es gibt Augenblicke im Leben, in denen man sich von den Dingen trennen muss, die einem in irgendeiner Weise davon abhalten, glücklich zu sein. Das ist niemals einfach, aber es ist wichtig. Und es ist richtig. 


Ich hab oft gerne für Kuddelmuddel geschrieben, aber es war an der Zeit, das meinen beiden Freundinnen Resi und Jule zu überlassen. Mich können eine Sache oder eine Tätigkeit oder eine Person nur glücklich machen, wenn ich mich ihr ganz und gar widmen kann; ich bin kein Mensch für Halbherzigkeit. Ich hab in meine Kuddelmuddeleinträge immer eine große Portion Herzblut gesteckt und meine Erwartungen dazu umso höher. Dass ich deshalb manchmal nur einen Eintrag alle zwei Wochen oder sogar noch seltener verfassen konnte, hat mich ziemlich gefuchst. Jule und Resi waren unglaublich lieb und haben mir immer wieder versichert, dass das doch kein Problem ist, aber ich finde, eine Leidenschaft sollte sich niemals in einen Punkt auf einer To Do Liste verwandeln.

Ich bin ziemlich glücklich mit meiner Entscheidung darüber, Kuddelmuddel zumindest ein bisschen hinter mir zu lassen. Ich möchte die wenige Zeit, die ich neben meinem Beruf habe, am allerliebsten meiner fantastischen Familie, meinem Freund, meinen Katzenmädels und meinem allerbesten Freundeskreis widmen. Dieser Kreis an Menschen macht mich, zumindest im Moment, am allerglücklichsten. Umso mehr bewundere ich Jule und Resi dafür, dass sie viel bessere Organisationstalente als ich sind und in ihren massig vollgepackten Leben noch Platz für diesen kleinen, hübschen Blog finden. Ich werde ganz bestimmt in der Zukunft Gasteinträge schreiben, wenn das für die beiden okay ist. Ohne all das Kuddelmuddel in meinem komplizierten Kopf fällt mir das bestimmt viel leichter. Wann ist es in Ordnung, etwas zu beenden, sei es ein Job, eine Freundschaft, eine Beziehung oder ein ganzes Kapitel? Wenn es nicht dem entspricht, was einem glücklich macht.

Bis bald,
Lulu

1 Kommentar:

  1. gut geschrieben und einfach schön auf den punkt gebracht. ich kann es total nachempfinden... habe vor kurzem auch einen nebenjob geschmissen, weil ich die zeit für andere dinge nutzen möchte, die mir wichtiger sind und die mich beruflich mehr voran bringen :)
    wenn das bloggen nicht mehr so wirklich spaß macht und eher zum zwang wird, dann sollte man vlt wirklich lieber aufhören oder zumindest eine pause einlegen.
    ich wünsche dir alles liebe und eine schöne zeit :)
    liebste grüße,
    maze

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