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Dienstag, 21. April 2015

Buchtipp: Die letzten Tage von Rabbit Hayes

Ich liebe Bücher, keine Frage. Lesen war mal meine allerliebste Freizeitbeschäftigung und es gab sogar ein Jahr, in dem ich über 50 Bücher gelesen habe. Resi und ich hatten vor einigen Jahren, bevor wir für ein Jahr nach Irland gegangen sind, sogar mit einer gemeinsamen Freundin einen recht erfolgreichen Bücher-Blog, den wir dann aber aufgrund des Zeitmangels aufgeben mussten. Heute lese ich natürlich immernoch gerne, aber viel, viel weniger. Wenn ich tagsüber mal nicht unterwegs bin, verbringe ich die freie Zeit lieber mit meinem liebsten Patenkind oder arbeite an Blogeinträgen. So bleibt meist nur abends Zeit zum Lesen oder wenn ich längere Strecken mit der Bahn zurücklege. Früher habe ich fast nur romantische Komödien (Chick Lit) gelesen, aber mittlerweile ist mein Bücherregal etwas bunter durchmischt mit einigen Krimis, ein paar ernsteren Büchern und auch ausgewählten Fantasy-Geschichten. Meistens beginne ich direkt mit einem neuen Buch, sobald ich ein anderes beendet habe, aber hin und wieder gibt es dieses eine Buch, das so sehr in mein Herz trifft und mich lange in Gedanken begleitet, sodass es für eine Weile unmöglich ist, anschließend überhaupt daran zu denken ein neues Buch zu lesen. Das Buch, das ich euch heute vorstellen möchte, ist genau so ein Buch: Die letzten Tage von Rabbit Hayes von Anna McPartlin.


Aufmerksam wurde ich auf das Buch, weil ich mich am Bahnhof direkt in das wunderschöne Cover verliebt habe und das Buch erstmal auf meine Muss-ich-irgendwann-mal-lesen-Liste setzte. Als ich dann aber am gleichen Tag auf der Bahnreise im Bahn-Magazin auf eine Leseprobe aus genau diesem Buch stieß, die mich direkt fesselte, musste ich es sofort kaufen (und lesen). Der Roman dreht sich, wie der Titel schon verrät, um die letzten Tage von Mia, genannt "Rabbit", Hayes, die an Brustkrebs im Endstadium leidet. Dass sie also sterben wird, ist von Beginn an klar. Ihre letzten 9 Tage werden hierbei aus der Sicht aller beteiligten Personen geschildert, von denen sie im Hospiz umgeben wird - ihren Eltern, ihren Geschwistern, ihren Freunden und ihrer zwölfjährigen Tochter, Juliet. Rabbit hat den Krebs schon einmal besiegt und als sie ins Hospitz gebracht wird, sind sie und ihre Familie fest entschlossen, dass sie auch diesen Kampf gewinnen wird. In den letzten 9 Tagen, in denen ich Rabbit als Leserin begleiten durfte, lernen alle Beteiligten, nach einer Achterbahnfahrt voller Hoffnung und Verzweiflung, auf ihre eigene Weise Rabbits Schicksal zu akzeptieren und Abschied zu nehmen.


Natürlich ist Rabbits Geschichte eine sehr traurige, aber dennoch habe ich das Buch gerne zur Hand genommen. Ich habe mich in den Seiten verloren und konnte auch über viele lustige Passagen lachen. Anna McPartlin hat es geschafft, viele schweren und tiefgründigen Themen wunderbar mit unterhaltsamen und erfrischenden Aspekten zu verbinden, sodass auch ich als Leserin eine Achterbahn der Gefühle durchlebt habe - in einer Minute war ich zu Tode betrübt, in der nächsten habe ich laut gelacht und Mut geschöpft. Das alles gelingt McPartlin nicht zuletzt auch durch die wunderbaren und starken Charaktere, die die Autorin erschaffen hat. Rabbits gegensätzliche Eltern, Molly und Jack, sind mir hierbei ganz besonders ans Herz gewachsen, gleichzeitig habe ich aber auch mit Rabbits Tochter Juliet gehofft und getrauert.


Ich habe schon einige Bücher von Anna McPartlin gelesen, die mir auch alle gut gefallen haben, aber Die letzten Tage von Rabbit Hayes hebt sich deutlich von den übrigen Büchern ab und ist eine ganz besonders tiefgründige und berührende Geschichte. Vielleicht ist es noch etwas früh, aber ich glaube, der Roman wird mein Lieblingsbuch 2015 und steht somit auf einer Stufe mit Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes, das mein Lieblingsbuch im letzten Jahr war.



Was sollte ich lesen, wenn ich wieder bereit bin ein neues Buch anzufgangen? Habt ihr Tipps für mich?

1 Kommentar:

  1. Hallo,
    ich glaube ich könnte das Buch nicht lesen, weil es mich sehr an meinen Schwager erinnert. Auch er hatte den Krebs besiegt und nach 10 Jahren kam er wieder und er verstarb mit 34 Jahren. Das war bereits im Jahr 2002 aber das Buch würde schmerzhafte Erinnerungen hervorrufen und das möchte ich im Moment nicht. Ein ganzes halbes Jahr fand ich auch toll. Empfehlen würde ich dir "Gute Geister" von Kathryn Stockett, das ein Anwärter für mein Lieblingsbuch 2015 ist.
    Viele Grüße
    Karin

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