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Montag, 2. März 2015

Bastelt eure eigene Schallplattenbox


Weil wir ja gerade umziehen, haben wir unglaublich viel Pappe von Umzugskartons und Ikearesten bei uns zu Hause herumfliegen. Es ist nicht nur irgendwie nervig, jeden Tag eine Runde zum Wertstoffhof zu fahren, mir blutet auch immer wieder ein bisschen das Herz, wenn ich bemerke, wieviel Müll man bei so einer Aktion produziert. Zwar ist Pappe ja zum Glück recyclebar und man kann sie dann wiederverwenden, aber uns ist doch mal durch den Kopf gegangen, ob man nicht damit noch etwas anderes anfangen könnte. Ein paar Zufälle kamen zusammen (Uuuunbedingt einen Schallplattenschrank benötigen/in Bastellaune sein/tief aus einer Kiste das "wie bastel ich mit Pappe"-Buch hervorholen) und schon saß ich bei uns im Wohnzimmer auf dem Teppich und hab mich an meine neue Schallplattenbox gesetzt - Ist ja auch zum Glück nicht so schwer oder komplex einen Kasten zusammen zu kleben und hübsch zu machen; hier seht ihr wie!


1. Zuerst einmal müsst ihr ausmessen, wie groß das Projekt eurer Begierde ist - Das ganze muss ja nicht für Schallplatten gebastelt werden, sondern eignet sich auch für CDs oder eure Lieblingsstücke die ihr gern besonders zur Schau stellen würdet. 
2. Aus eurem Pappmüll sucht ihr euch eine oder zwei (abhängig von der Größe) recht dicke Pappen heraus und schneidet diese mit Hilfe eines Cutters und einem Lineal - am besten auf einer Schneideunterlage - auf die passende Größe. Lasst lieber etwas mehr Platz, ihr wollt die Schallplatten ja nicht reinquetschen müssen. Ich empfehle ca. 0,5 - 1cm mehr pro Seite.
3. Am Ende solltet ihr 5 gleichgroße Platten aus Pappe vor euch liegen haben. 
4. Ihr könnt die Schallplatte nun auch noch einmal anhalten und gucken, ob es ungefähr passt. Die Seiten sollten schon so exakt wie möglich die selben Maße haben, so dass am Ende alles gut zusammen passt. Eure Rückwand müsst ihr nun noch anpassen. Diese muss an allen vier Seiten jeweils um die Maße der Dicke der Pappe gekürzt werden. 
5. Mit Nassklebeband werdet ihr nun die Teile verbinden. Ich finde, Nassklebeband ist super zu verarbeiten und nervt nicht indem es die ganze Zeit irgendwo festbappt bevor ihr es überhaupt verarbeiten wollt. Ihr schneidet euch 4 lange Stücke von dem Band ab, die so lang sind wie die dazugehörende Seite. Knickt das Klebeband einmal längs der Mitte nach, so dass die beschichtete Seite innen liegt.
6. Eine Seite des Knicks befeuchtet ihr nun mit einem Pinselstrich mit Wasser und befestigt diese dann an der Pappe. Das wiederholt ihr an den restlichen drei Seiten. Die anderen Wände können nun stabil an der Rückwand angebracht werden.
7. Dazu befeuchtet ihr die andere Seite der Klebebänder die ihr gerade befestigt habt und bringt dann damit die Wände an. Die Rückwand wird von den Seitenwänden eingeschlossen. Damit das ganze stabiler wird, empfehle ich, auch die Innenseiten der Kanten mit Band zu bekleben. Dazu knickt ihr das Band so, dass die beschichtete Seite außen ist, bestreicht dann alles mit Wasser und streicht das Band auf die Innenkanten
8. So sollte euer Regal innerhalb kürzester Zeit stabil stehen. Damit das ganze noch hübscher aussieht, könnt ihr die äußeren Stellen noch mit Klebeband kaschieren.


Einmal kurz die Schallplatte reingesetzt - passt alles größentechnisch und hält auch :). Damit das ganze jetzt nicht mehr so nach Umzugskarton aussieht, hatte ich mich dazu entschieden, die Innenwände mit Acrylfarbe weiß anzustreichen und die sichtbaren Außenseiten mit meinem Lieblingsstoff zu bekleben. 


1. Dazu messt ihr die Wände noch einmal aus, falls ihr euch, wie ich, die Maße natürlich nicht vorher makiert habt. Ich habe die linke, rechte und obere Wand mit Stoff beklebt. 
2. Ihr nehmt also die Seitenmaße mal drei und addiert hier auch nochmal an allen Enden ca. 2 - 3 cm oben drauf. So könnt ihr die Stoffenden etwas umschlagen, damit sie nicht ausfransen und alles ordentlicher aussieht. 
3. Mit Stecknadeln könnt ihr den Stoff provisorisch anbringen und hier und da noch ein paar Passverbesserungen vornehmen. 
4. Wenn alles sitzt, bepinselt ihr das alles von außen mit ordentlich Serviettenkleber. Abhängig von der Dicke des Stoffs sind da mal ein paar mehr Schichten nötig. 
5. Am Ende bestreicht ihr die Innenseite eurer Box mit der Farbe eurer Wahl. Ich hab mich für Weiß entschieden und habe zudem 2 Schichten benötigt. 


Wenn das alles so gut funktioniert hat wie bei mir, solltet ihr, wenn alles trocken ist, eine fertige Aufbewahrungsbox vor euch stehen haben, die zudem, dafür dass sie aus pappe ist, so einiges aushält. Nagut, draufsetzen würde ich mich vielleicht nicht, aber gegen eure Lieblingsplatten hält sie allemal Stand. Ich mag Pappe als Material, weil sie überraschend Stabil ist und mitsamt des Nassklebebands manchmal so qualitativ gut wie Holz aussieht. In diesem Beispiel habe ich zwar die Außenwände verkleidet (Es muss ja nicht jeder wissen dass ich meine Umzugskartons bei Aldi kaufe) aber für andere kleine Projekte wie zum Beispiel einen Stiftebehälter habe ich alles ganz natürlich belassen. Probierts doch mal selber aus!


Schön mal wieder gebloggt zu haben! Bei mir ist alles noch umzugsmäßig chaotisch, aber so langsam erscheint das Licht am Ende des Tunnels :) Ich hoffe, euch geht es allen wunderbar. 

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