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Mittwoch, 14. Januar 2015

Ein Tag in Hogwarts - Harry Potter Exhibition in Köln

Ich glaube, wir alle haben (mindestens) eine besondere Fantasie-Welt (aus Büchern, TV oder ganz selbst ausgedacht), die uns fasziniert und mit der wir uns besonders gut identifizieren können. Seit fast 15 Jahren ist Hogwarts für mich genau diese Traumwelt, die ich unbedingt einmal wirklich besuchen wollte. Ich bin mit Harry Potter groß geworden, zu meinem 11. Geburtstag gab es eine große Harry-Potter-Party und auch heute lese ich die Bücher immer wieder gerne und schaue mir die Filme immer wieder gerne an. Als ich letztes Jahr gehört habe, dass die Harry Potter Exhibition, eine Wanderausstellung, für einige Monate nach Köln kommen würde, war sofort klar, dass ich dort unbedingt hin musste (!!!).


Ich habe Glück und kann meine Potter-Leidenschaft u.a. mit Resi teilen und eine unserer gemeinsamen Freundinnen ist ebenfalls ein Potterhead. Als diese nun neulich Geburtstag hatte, schenkten wir ihr gemeinsam einen Ausflug zu der Exibition - juhu! Ich habe ja schon öfter gesagt, dass ich gerne Dinge verschenke, über die ich mich selbst auch freuen würde, aber der Trip nach Köln war eigentlich für uns alle drei ein wahres Geschenk. Unserer Freundin haben wir aber nicht nur einfach gesagt, dass wir ihr ein Ticket für die Ausstellung schenken, sondern wir haben ihr extra einen "echten" Hogwarts-Brief geschrieben, mit einer Packliste und natürlich auch einem Ticket für den Hogwarts-Express. Im Internet findet ihr ganz viele Anleitungen, um so einen Brief auch selbst zu verfassen. Zwischenzeitlich war ich selbst schon so aufgeregt und habe ich mich so über meine Idee mit dem Brief gefreut, dass ich sogar Resi vorgeschlagen habe, ob wir Juli nicht als Eule verkleiden wollten, um unserer Freundin den Brief zu übergeben - man kann ja mal kurz durchdrehen. Unsere Freundin hat direkt beim Überreichen des Briefes gequietscht: "Der sieht ja aus wie aus Hogwarts!!!" und hat sich total gefreut.


Die Ausstellung ist einfach der totale Wahnsinn. Ich werde euch gleich mit für sich selbst sprechenden Fotos überschütten, aber vorher möchte ich noch berichten, wie ein Besuch in der Exhibition abläuft: Man wird in Kleingruppen in den Empfangsbereich gelotst, in dem eine Hexe wartet, die den Sprechenden Hut in der Hand hält. Nach einer kurzen Willkommensrede werden einige der Besucher vom Sprechenden Hut in ihre Häuser eingeteilt - Resi kam nach Ravenclaw und unsere Freundin nach Gryffindor. Ich selbst habe das alles lieber etwas zittrig mit der Kamera eingefangen, bevor es auch schon in den nächsten, fast stockdunklen Raum ging. Hier wurde ein fesselnder Zusammenschnitt aus allen Harry Potter Filmen gleichzeitig auf mehreren Bildschirmen gezeigt, bevor ganz plötzlich eine der Wände verschwand und dahinter, umgeben von Nebel, der Hogwarts Express auftauchte. Der Hogwarts Express! Von dort aus ging es durch verschiedene Räume, in denen mit ganz viel Liebe zum Detail verschiedene bekannte Kulissen aufgebaut waren. Hier konnten sämtliche Kostüme, persönliche Gegenstände der Charaktere (Sämtliche Zauberstäbe! Hermines Tasche! Die Karte des Rumtreibers!), Schulbücher und ganze viele andere tolle Dinge bestaunt werden.


Im Gewächshaus konnte man sogar selbst Alraunen ernten (wirklich furchtbares Geschrei!) und in der Quidditch-Ecke konnte man selbst einen Quaffel durch die Ringe werfen (ich wünschte, jeder Ball ließe sich so gut werfen wie ein Quaffel - das hätte einen großen Einfluss auf meine Sportnote in der Schule gehabt!). 

.... um den Blog  mit meinen 70 Lieblingsfotos nicht komplett zu überfluten, geht's hier nach einem Klick weiter:



Fast jeder Professor hatte eine eigene kleine Station mit seinem Kostüm und ein paar persönlichen Gegenständen. Besonders unterhaltsam fand ich den "Einstellungstest", den Professor Lockhart seinen Schülern stellt, u.a. mit Fragen wie "What, in your opinion, is Gilderoy Lockhart's greatest achievement to date?". Hihi! Durch das Zaubertränke-Buch des Halbblutprinzen hätte ich übrigens nur zu gerne einmal geblättert. 


Wirklich beeindruckend war auch Hagrids Hütte, in der es einfach so viele tolle Details gab und einfach alles so groß war! Im angrenzenden Verbotenen Wald roch es sogar wirklich nach Wald und als wir in der Dunkelheit nach und nach die verschiedensten Kreaturen entdeckt haben, war es auch wirklich ganz schön gruselig. 


Noch gruseliger war der Raum mit den dunklen Magiern, Voldemort (Foto leider verwackelt), Nagini, den Todessern und einem Dementor. Gleichzeitig konnte man hier die Titelseiten des Daily Prophet lesen - richtig toll!


Der letzte Raum war die Große Halle und die war nochmal ein ganz besonderes Highlight. Hier wurden nicht nur die berühmt-berüchtigten Weihnachtsballkostüme ausgestellt, sondern von der Decke schwebten auch viele Kerzen und neben Dumbledore stand sogar Dobby. Dobby


Ich habe im Vorfeld viel Schlechtes über die Ausstellung gelesen - vor allem, dass sie überteuert wäre, dass man nach kurzer Zeit schon alles gesehen hätte und Kinder enttäuscht gewesen wären. Dazu kann ich sagen, dass die Ausstellung zwar wirklich nicht besonders günstig ist (für Studenten ermäßigt 24€), aber im Anschluss an die Harry Potter Ausstellung hat man mit dem Ticket auch die Möglichkeit das restliche Odysseum-Abenteuermuseum, in dem sich die Exhibition befindet, zu besuchen - sehr modern, interaktiv und lehrreich! Wir haben uns für die Ausstellung an sich richtig viel Zeit genommen, sind sogar zweimal durch alle Räume gegangen und haben dabei viele Fotos geschossen, aber trotzdem haben wir insgesamt nur etwa 90 Minuten in der Harry Potter Exhibiton verbracht. Dafür waren das aber auch 90 ganz wunderbare und zauberhafte Minuten, in denen die Zeit sowieso still gestanden hat. Am Ende der Ausstellung wartet die Winkelgasse, in der man viele Fanartikel (Kleidung, Tassen, Zauberstäbe, Bertie Botts Bohnen, ...) kaufen kann, die aber leider wirklich ziemlich überteuert sind. Für (kleinere) Kinder ist die Ausstellung vielleicht wirklich nicht besonders gut geeignet, da sich vermutlich nur richtige Fans über die Requisiten freuen können, wenn sie diese auch wieder erkennen. Wir haben uns sehr über die interaktiven Stationen mit den Alraunen und den Quidditch-Ringen gefreut, aber man darf dabei nicht zu viel erwarten - es ist eine Ausstellung und kein Freizeitpark. Dafür ist es aber eine richtig, richtig grandiose und so unglaublich liebevoll gestaltete Ausstellung. Wir haben uns wirklich wie in Hogwarts gefühlt und waren total begeistert!

Falls ihr nun auch nach Hogwarts möchtet, habt ihr dazu noch bis zum 1. März Zeit, denn solange ist die Ausstellung noch in Köln.

Die Fotos habe ich alle selbst geschossen, das Urheberrecht der Ausstellungsstücke liegt natürlich bei der Harry Potter Exhibition Cologne.


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