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Dienstag, 13. Januar 2015

Die perfekte Mutter

Kommt schon, wir alle kennen sie: Perfekte Mütter. Sie sehen immer gut aus, lächeln ununterbrochen und wickeln ihr Kind, das sie auf hohen Absätzen leichtfüssig auf ihrer Hüfte trägt, vermutlich mit dem linken kleinen Finger. Eine perfekte Mutter ist uns "Normalo-Müttern" immer ein Dorn im Auge und vor allem ist sie noch etwas: Nicht existent. Kein Mensch kann mir erzählen, dass diese eben beschriebene Frau nicht auf der Türschwelle ihres Hauses in Tränen ausbricht, weil sie die Fassade nicht aufrecht erhalten kann.

Ganz ehrlich, es ist nicht MÖGLICH, immer eine perfekte Mutter zu sein und es ist auch überhaupt gar nicht NÖTIG. Das Wichtigste ist doch, dass wir unsere Kinder lieben. Unsere Kinder interessiert es nicht, ob wir perfekt gestyled in die Kita kommen um sie abzuholen - sie rennen auch auf eine 48-Stunden-ungeduschte-und-ungeschminkte Mama mit offenen Armen zu, vergraben ihr kleines Gesicht in ihrem Hals uns sind einfach froh, dass sie da ist. Unsere Kinder lieben uns in all den Momenten, in denen wir uns selber nicht lieben, in denen wir uns wertlos und überfordert fühlen und in denen wir denken, dass wir keine guten Mütter sind. Unsere Kinder lieben uns, wenn wir uns wie Versager fühlen, weil wir schon wieder - das fünfte Mal diese Woche - Spaghetti mit Tomatensoße auf den Tisch stellen, denn für etwas anderes hat unsere Kraft nicht gereicht. Unsere Kinder lieben uns, wenn wir den Fernseher anschalten um selbst mal ein paar Minuten abschalten - oder Wäsche waschen - zu können. Sie lieben uns auch, wenn wir nicht jedes mal mit einem Freudenschrei aufspringen, wenn sie mit uns spielen wollen. Sie lieben uns, weil wir ihre Mamas sind. 

Und genau weil sie uns so sehr lieben, so bedingungslos, so innig und so echt, genau deshalb sollten wir erkennen, dass wir für sie perfekt sind. Jede einzelne von uns. Für dein Kind bist DU die perfekte Mutter. In Pumps oder Birkenstocks - das ist doch egal.



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