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Freitag, 19. Dezember 2014

Weihnachtstorte mit Mohn & Marzipan

Mit Blogeinträgen zu besonderen Festtagen ist das ja so eine Sache. Um euch zum Beispiel Halloween-Ideen zu präsentieren, die ihr auch noch nachbasteln oder nachbacken könnt, müssen wir die Einträge rechtzeitig ein paar Tage, am besten sogar ein paar Wochen, vor dem eigentlichen Festtag vorbereiten und hochladen. Bei Weihnachtsplätzchen und ähnlichen Adventskostbarkeiten ist das ein bisschen einfacher, weil die Vorweihnachtszeit ja (zum Glück!) ein wenig länger dauert und ich mich auch schon gerne Ende November auf köstliche Plätzchen stürze. Mit so richtigem Festtagsessen ist das aber ein bisschen schwieriger - eine richtige, aufwendige und festliche Weihnachtstorte (in Familiengröße) ein paar Wochen vor dem eigentlichen Weihnachtsfest zu backen, nur um sie schon einmal vorab auf dem Blog zu posten, ist mir dann, um ehrlich zu sein, doch ein bisschen zu umständlich und auch nicht wirklich authentisch. Letztes Jahr habe ich für unser Familien-Weihnachtsfest eine unglaublich leckere Mohn-Marzipan-Torte gebacken, schön verziert und ein paar Fotos gemacht. Ich dachte mir damals schon, dass es toll wäre, die Torte hier auf dem Blog mit euch zu teilen. Direkt nach Weihnachten hätte das Rezept aber sicherlich auch niemand gebrauchen können und so habe ich vor fast einem Jahr beschlossen, dass ich die Fotos speichern würde und den Eintrag einfach in der nächsten Adventszeit hochladen würde, falls es Kuddelmuddel dann noch geben würde (hey, wir standen immerhin noch ziemlich am Anfang und konnten nur hoffen, dass unser kleines Projekt sich so gut entwickeln würde). Na, Glück gehabt!


4 Eier
160 g Zucker
1 Packung Back-Mohn
50 g Speisestärke
2 gestrichene TL Backpulver
100 g Mehl
200 g Himbeermarmelade
600 g kalte Schlagsahne
2 Tütchen Gelatine fix (je 15 g)
2 Tütchen Vanillezucker
1 fertige Marzipandecke
Puderzucker
ein wenig Wasser

Zuerst schlagt ihr 100 g Zucker mit den Eiern auf, bevor ihr erst den Mohn unterrührt und dann anschließend auch die Stärke, das Backpulver und das Mehl. Wenn ihr alles zu einem glatten Teig verrührt habt, gebt ihr diesen in eine gefettete Springform (26 cm) und backt den Tortenboden bei 180°C (Umluft 160°C) im unteren Drittel des Backofens für 30 min. Wenn der Tortenboden richtig ausgekühlt ist, schneidet ihr ihn einmal durch, sodass ihr zwei dünnere Tortenböden habt - entweder benutzt ihr dazu ein langes Messer oder einen praktischen Tortenboden-Teiler. Dann stellt ihr einen Tortenring (oder zur Not den Ring der Springform) um den unteren Boden und bestreicht diesen großzügig mit Himbeermarmelade - lasst dabei aber am Rand etwa 1 cm Platz, damit die Marmelade nachher nicht herausmatscht. Anschließend schlagt ihr die Sahne mit dem Gelatine fix, dem restlichen Zucker und dem Vanillezucker steif und gebt 3/4 der Masse auf die Himbeermarmelade. Darauf setzt ihr dann den zweiten Boden und verteilt auf diesem die restliche Sahnecreme. Die halb-fertige Torte wandert erst einmal für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank, bevor ihr die Marzipandecke auflegen könnt. Zum Schluss könnt ihr die Torte noch nach Belieben verzieren - ich habe mich für ein paar Schneeflöckchen aus dicker Puderzucker-Masse entschieden, die ich mit einem Gefrierbeutel, von dem ich eine kleine Ecke abgeschnitten habe, auf die Torte "gezeichnet" habe. Wenn ihr anschließend noch ein bisschen Puderzucker über die Torte rieseln lasst, sieht das Ganze gleich noch einmal weihnachtlicher aus.


An sich ist die Torte eigentlich auch ganz einfach in der Herstellung, vielleicht nur ein bisschen zeitintensiver, aber dafür lohnt sich das Ergebnis auf jeden Fall. Ich liebe die Kombination von Mohn und Marzipan und gerade zu Weihnachten ist diese Torte etwas ganz besonderes für mich. Letztes Jahr war es das dritte Weihnachtsfest ohne meine liebe Oma und all die Jahre zuvor hatte meine Omi immer genau so eine Mohn-Marzipan-Torte gebacken (nicht nur zu Weihnachten, sondern zu sämtlichen Anlässen - wie Omas eben so sind). Ich glaube, ich war die erste in der Familie, die sich letztes Jahr schließlich an diese Torte gewagt hat und somit war meine Oma uns an Weihnachten noch ein wenig näher als ohnehin schon.


Hui, dieser Eintrag sollte gar nicht mit so einer schweren Anekdote enden, aber ich wollte euch nur an der Hintergrundgeschichte zu dieser Weihnachtstorte teilhaben lassen. Auf jeden Fall zählt sie aus den verschiedensten Gründen zu meinen liebsten Festtagstorten.

Was darf bei euch nicht auf der Weihnachtstafel fehlen?

Kommentare:

  1. Verführerisch!!! Oh man, diese Torte ist wahrscheinlich nicht nur optisch der absolute Knaller. Da würde ich mir jetzt gerne ein Stückchen klauen!!!

    Yummy!!! Ich glaube ich backe heute auch noch was Feines.

    Bei uns gibt es das gar nicht, dass es zu Weihnachten Kuchen und Torten und Kaffee und Tee gibt. Habe es bisher aber auch nie vermisst, denn zur Weihnachtszeit gibt es so oder so viel zu viele süße Sünden....

    Bei deiner Sünde würde ich allerdings gerne sündigen ;)

    Liebe Grüße

    Jacqueline

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    1. Oh, hier gehört das fest zur Weihnachtstradition. Mittags wird im kleineren Familienkreis gegessen und nachmittags kommen dann sämtliche Onkel und Tanten zum Kaffee vorbei :)

      Liebe Grüße,
      Jule

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  2. Die Torte sieht wirklich toll aus! :) Und das Problem mit dem Bloggen zu bestimmten Anlässen kenne ich auch.. deswegen wurden auch viele halbfertige Weihnachtspost jetzt auf nächstes Jahr verschoben :D Ich hoffe ebenfalls, dann immer noch zu bloggen.
    Alles Liebe,
    Fee von Floral Fascination

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    1. Ach klaro, so ein Jahr vergeht ja wie im Fluge! :)

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