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Dienstag, 2. September 2014

5 Tipps für einen erfolgreichen Flohmarkt-Verkauf

Dass wir drei Kuddelmuddel-Mädels nur zu gerne über Flohmärkte schlendern, ist ja bestimmt kein Geheimnis. Mindestens so toll wie nach kleinen und großen Schätzen zu stöbern ist aber auch ein eigener Flohmarkt-Stand. Letztes Wochenende haben Resi und ich gemeinsam einen Stand auf unserem Lieblingsflohmarkt (Marburg, Waggonhalle, jeden letzten Samstag im Monat) auf die Beine gestellt und möchten heute ein paar Tipps und Tricks zum (möglichst) erfolgreichen Flohmarkt-Verkauf teilen.





Die Voraussetzung, um überhaupt einen Stand auf dem Flohmarkt aufzubauen, ist natürlich das Ausmisten. Resi und ich haben etwa 3 Wochen vor dem eigentlichen Flohmarkt angefangen unsere Kleiderschränke, Julis Kommoden, Bücherregale und sonstige Ecken unserer Wohnungen auszumisten. Ich möchte nicht behaupten, dass es nicht auch möglich wäre, erst ein oder zwei Tage vor dem Flohmarkt Sachen für den Verkauf herauszusuchen, aber wir haben die Erfahrung gemacht, dass das frühzeitige Aussortieren natürlich viel entspannter ist und in den Wochen vor dem Flohmarkt sind uns immer wieder Dinge eingefallen, die wir noch in die Flohmarktkisten packen sollten - wenn wir unter Zeitdruck ausgemistet hätten, hätten wir bestimmt vieles vergessen und uns wäre erst später eingefallen, was wir noch hätten verkaufen können. Beim Aussortieren der Kleiderschränke haben wir in drei Etappen gehandelt:

1. Alles, von dem wir direkt wussten, dass wir es verkaufen wollten, ist auch direkt in die Flohmarktkisten gewandert. 
2. Danach wurde alles aussortiert, was wir seit mindestens einem Jahr nicht mehr getragen haben - wenn wir einen Pulli nicht ein einziges Mal in den letzten 12 Monaten getragen haben, werden wir ihn in Zukunft wohl auch nicht tragen, oder? Kleidungsstücke zu besonderen Anlässen waren dabei natürlich eine Ausnahme und durften in den Schränken bleiben. 
3. Zuletzt gab es einige Kleidungsstücke, bei denen ich mir unschlüssig war, ob ich sie verkaufen sollte oder nicht vielleicht doch noch mal tragen würde. Hier habe ich mir einige Tage Bedenkzeit gegeben und die Kleidungsstücke dann noch einmal begutachtet. Je nach Tageslaune fiel es mir dann doch oft leichter das Kleidungsstück ebenfalls in die Kisten zu packen oder es doch noch im Schrank hängen zu lassen - natürlich mit dem Vorsatz es von nun an viel mehr zu tragen.

Nach diesem Muster haben wir fast die Hälfte (!!!) unserer Kleiderschränke ohne Wehmut aussortiert und es hat sich einfach verdammt gut angefühlt. Nun kann ich den Schrank öffnen und sehe nur Klamotten vor mir, die ich alle schön finde und je nach Tagesstimmung jederzeit anziehen würde und nichts gehört mehr zur deprimierenden Kategorie "ach, da passe ich bestimmt nochmal rein..." - juhu!





Genauso wichtig wie eure "Verkaufsware" ist natürlich die Grundausrüstung für den Flohmarkt. Als Tisch eignet sich dazu am besten ein Tapeziertisch (in unserem Fall waren es zwei Tapeziertische = 6 Meter = 30€ Standgebühr), weil der zusammengeklappt sehr einfach zu transportieren ist und dabei gleichzeitg sehr viel Verkaufsfläche bietet. Eine Kleiderstange (wir können dieses Modell sehr für den Flohmarkt empfehlen - lässt sich ratzfatz auf- und abbauen) ist außerdem super, um einige Kleidungsstücke besonders hervorzuheben. Wir hatten an der Kleiderstange außerdem einen Schmuckhänger hängen, um unsere Ketten und Ohrringe besser präsentieren zu können. Natürlich braucht ihr auch einen Stuhl, am besten einen Klapp- oder Campingstuhl. Außerdem ist ein Regenschutz absolut empfehlenswert, falls ihr am Flohmarkttag von einem blöden Regenschauer überrascht werdet. Hier können wir eine durchsichtige Abdeck-Plane aus dem Malerbedarf im Baumarkt empfehlen. Zu guter Letzt braucht ihr natürlich auch eine Kasse. Dabei muss es nicht gleich eine professionelle Geldkassette sein, uns haben ganz normale Plastikdosen gereicht. Außerdem solltet ihr daran denken, genügend Wechselgeld mitzunehmen. Wir haben dazu 100€ bei der Bank in Münzen und 5€-Scheine eingetauscht, aber das war ein bisschen viel. 50€ würden wahrscheinlich auch reichen. Ebenfalls solltet ihr auch unbedingt an warme Kleidung und Proviant denken - egal zu welcher Jahreszeit, früh morgens ist es meist sehr kalt, besonders wenn man hauptsächlich nur sitzt und sich nicht besonders viel bewegen kann. Wir haben vorsorglich unsere Winterjacken und heißen Tee mitgenommen, aber zu Glück war es letztendlich doch nicht ganz so kalt.





Mit ein paar einfachen Kniffen, könnt ihr euren Flohmarktstand um einiges attraktiver und hübscher gestalten. Mit einer Tischdecke (oder in unserem Fall mehreren Tischdecken) sieht der Stand auch aus der Ferne gleich viel schöner und liebevoller aus als mit einem einfachen Holztisch. Um das Interesse der Flohmarktbesucher zu wecken, könnt ihr auch hübsche Schildchen mit Informationen (z.B. "Größe 36-38", "Englische Romane") an euren Stand heften - wir selbst haben das bloß total vergessen. Von Preisschildern würden wir allerdings eher abraten. Aus der Perspektive des Flohmarkbesuchers können wir sagen, dass diese möglicherweise eher abschrecken. Ein festgelegter Preis könnte eventuell darauf schließen lassen, dass ihr als Verkäufer nicht gerne handeln möchtet und das neugierige Fragen nach dem Preis für eine bestimmte Sache gehört einfach zum Flohmarkt dazu - gerne auch mit der Frage vom Verkäufer: "Was würden sie denn dafür bezahlen?". Um Kleinkram hübscher und übersichtlicher zu präsentieren eignen sich kleine Schachteln und Kisten. Schmuck haben wir in dem großen Schmuckhänger und in kleinen Schachteln verteilt, Bücherkisten und eine Kiste mit Babyspielzeug haben wir vor unserem Tisch auf dem Boden platziert. Insgesamt sollte alles gut erkennbar, übersichtlich und liebevoll arrangiert sein. Natürlich werden die Interessenten sich durch die Klamottenstapel wühlen und dabei auch einen chaotischen Klamottenberg hinterlassen, aber wir haben die Sachen dann einfach immer wieder zusammengelegt. Auf der anderen Seite hat Resi aber auch bewusst eine "Wühl-Tasche" mit Babykleidung aufgestellt, weil es unmöglich gewesen wäre, die winzigen Kleidungsstücke besonders ordentlich zusammenzulegen. Da die Nachfrage nach Babykleidung sehr groß war, hätte es hier auch keinen Sinn gemacht, die Sachen ordentlich zu stapeln, weil Julis Klamotten wirklich fast durchgehend (wild!) durchstöbert wurden. Wir haben außerdem zur Begeisterung unserer "Kunden" eine Dose mit Keksen und Schälchen mit Bonbons auf unseren Tisch gestellt - natürlich durften sich die Flohmarktbesucher auch bedienen, ohne etwas bei uns zu kaufen - ist natürlich absolut kein Muss, aber auf jeden Fall eine nette Aufmerksamkeit. Zustäzlich haben wir eine Tüte voller (gebrauchter) Tüten mitgenommen, um unseren Kunden bei Bedarf eine Tüte anbieten zu können - dieses Angebot wurde auch sehr oft dankend angenommen. Genauso gut kam der Spiegel an, den wir extra mitgenommen hatten, um den Kunden die Möglichkeit zu geben, anprobierte Kleidungsstücke im Spiegel zu betrachten. Hierzu kamen letztendlich sogar Leute von anderen Ständen zu unserem Stand, um den Spiegel zu nutzen, also war das defintitiv eine gute Idee. Ja, unser Flohmarktsstand war insgesamt schon fast ein kleiner Laden :-).





Am Abend vor dem eigentlichen Flohmarkt-Tag solltet ihr am besten schon mal alle Sachen im Auto verstauen. Ansonsten müsstet ihr am Flohmarkt-Tag noch viel früher aufstehen als ohnehin schon. Außerdem könnt ihr auf diese Weise auch noch spontan umplanen, falls eure ganzen Kisten und Taschen (wie bei uns) nicht alle ins Auto (mit umgeklappten Sitzen!) passen. Am besten informiert ihr euch vorher, wann der Aufbau auf eurem Flohmarkt beginnt und haltet euch strikt daran. Auf unserem Flohmarkt sollte es laut Veranstalter "ab 6 Uhr" mit dem Aufbau losgehen und der eigentliche Markt um 8 Uhr beginnen. Wir waren "erst" um 6:15 da und wir hatten Glück, dass wir überhaupt noch einen Platz für unseren Stand bekommen haben. Obwohl wir zu zweit waren, hat der Aufbau fast zwei Stunden gedauert. Nebenbei haben wir aber auch schon einiges verkaufen können und interessierte Flohmarktbesucher dazu ermuntert schon mal in den Kisten zu stöbern, die wir noch nicht ausgepackt hatten. Von ungefähr 10-12 Uhr war quasi "Rush Hour" auf dem Markt, wir hatten alle Hände voll zu tun und in der Zeit am meisten verkauft. Wir waren insgesamt von 6:15 bis 15:30 Uhr auf dem Flohmarkt und unser Stand war somit einer der letzten, der abgebaut wurde. Wir können auch nur empfehlen bis zum Schluss zu bleiben, weil am Ende auch nochmal eine "Kundenwelle" auf unseren Stand zukam - darunter waren auch viele Leute, die selbst einen Stand auf dem Flohmarkt hatten und die Gelegenheit nutzten auch nochmal an den anderen Ständen zu stöbern.





Wichtig ist es außerdem, dass ihr keine zu hohen Erwartungen habt. Ihr werdet nicht alles verkaufen. Aber hey, ist es nicht toll, dass ihr eure Schränke und Regale ausgemistet habt, andere Leute damit glücklich machen könnt und dabei auch noch ein bisschen Geld verdient? Setzt euch kein Ziel, das ihr auf dem Flohmarkt erwirtschaften möchtet, sondern freut euch über jeden Euro, den ihr verdient. Ansonsten könnte euch das Ganze vielleicht die Stimmung vermiesen und das wäre doch sehr schade. Genießt lieber die freundliche und herzliche Flohmarktstimmung und die netten Begnungen mit anderen Menschen. Setzt euch außerdem keine zu festen Preise im Kopf, sondern seid auch bereit zu handeln. Denkt daran, dass ihr euch auf einem Flohmarkt befindet - wenn ihr z.B. viel Geld für Markenkleidung erwartet, solltet ihr vielleicht eher eBay oder Kleiderkreisel für den Verkauf nutzen. Handeln in dem Sinne bedeutet aber natürlich nicht, dass ihr auf jedes Angebot eingehen müsst - wenn die Angebote der Interessenten zu unverschämt sind, verkauft eure Sachen nicht gegen euren Willen für einen wirklich zu geringen Preis, sonst ärgert ihr euch am Ende bloß. Dann wartet lieber auf andere Kunden oder nehmt die Sachen zur Not wieder mit nach Hause, stellt sie ins Internet oder nehmt sie zum nächsten Flohmarkt einfach nochmal mit. Wir haben außerdem festgestellt, dass man nicht kalkulieren kann, was sich gut verkauft und was nicht. Die Babykleidung ging defintiv am besten weg und unsere eigenen Klamotten ebenfalls. Wir hätten jedoch gedacht, dass das Interesse an (aktuellen) Büchern viiiel größer sei, aber aus insgesamt vier Bücherkisten (zu Spottpreisen (1€/Buch)) haben wir nur ein paar Bücher verkauft. Unerwartet groß war jedoch das Interesse an Kosmetikprodukten - wir hatten unsere Badezimmerschränke nur ein bisschen aussortiert und dabei ohne jegliche Erwartungen ein paar Cremes, Nagellacke, Parfums und Make-up mitgenommen, die wir z.B. aus Beautyboxen  hatten und die nicht unserem Geschmack entsprachen. Erstaunlicherweise haben wir den ganzen Kosmetikkram fast restlos verkauft! Hätten wir das gewusst, hätten wir unsere Kosmetiktäschchen noch ausgibiger aussortiert. Wie schon gesagt, lässt sich dies aber nicht vorhersehen und ihr solltet euch daran keinesfalls orientieren. Die Zielgruppen unterscheiden sich sehr von Flohmarkt zu Flohmarkt, am besten bringt ihr eine bunte Palette an "Waren" mit und freut euch einfach über jeden einzelnen Verkauf.


Natürlich sind diese Tipps kein Garantie, aber uns selbst haben sie sehr geholfen. Unser Stand war durchgehend gut besucht, wir hatten sehr viel Spaß und die Zeit ist dabei wie im Fluge vergangen. Wir haben etwa die Hälfte unserer Sachen verkauft und dabei zusammen fast unglaubliche (!) 400€ verdient. Damit hätten wir niemals gerechnet und das hat die Erfahrung umso schöner gemacht. Einen Teil der nicht verkauften Sachen werden wir einem Second-Hand-Shop spenden und außerdem haben wir uns vorgenommen, nach Möglichkeit alle 6 Monate einen Flohmarktstand auf die Beine zu stellen.

Habt ihr noch weitere Flohmarkt-Tipps? :)

Kommentare:

  1. schöner post :) ich verkaufe auch ab und an auf dem flohmarkt. allerdings eher auf kleineren :)
    eure tipps sind super!! ich mache das meist genauso... nur bin ich immer mit dem zug unterwegs und man ist darauf angewiesen alles in einen rollkoffer zu bekommen. da fallen viele sachen leider weg...
    400€ ist echt krass!!!!!!! wahnsinn, wie viel ihr eingenommen habt!!! eieiei... und ich hab mich neulich über meine 60€ gefreut :D
    liebste grüße,
    maze

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  2. Super Post! Ich möchte Ende des Monats auch einen riesigen Berg an Klamotten,
    Schuhen, Taschen, Schmuck und, und, und auf einem Flohmarkt verkaufen. Weil ich
    bestimmt schon seit der Grundschule nicht mehr auf einem Flohmarkt verkauft habe,
    fand ich eure Tipps echt hilfreich. Vielen Dank dafür :)

    http://advicesofapoorgirl.blogspot.de

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  3. Hey, colle Zusammenfassung, wenn auch etwas lang ;)
    Ich mach es meistens genauso:)
    Ein Tipp noch von mir:
    an heißen Tagen ist ein Sonnenschirm empfehlenswert!

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  4. EIn netter Post, ich war gerade auf einem Modeflohmarkt zum verkaufen und habe auch einen Post mit Tipps dazu gemacht, vielleicht mag einer mal vorbeischauen. :)
    http://www.herzensglueck.com/2016/04/how-to-auf-einem-mode-flohmarkt.html

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