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Donnerstag, 10. Juli 2014

Wie man lernt, mit Henna umzugehen


Ich habe angefangen, mich für die Malerei mit Henna zu interessieren, als ich durch Indien gereist bin, und mir eine nette Dame, bei der ich wohnte, ein hübsches Muster auf meinen Unterarm malte. Bis das Tattoo nach einigen Tagen blasser und blasser wurde und irgendwann verschwand, konnte ich gar nicht aufhören, immer wieder verliebt auf meinen Arm zu gucken und die Linien mit meinen Fingern nachzufahren. In Deutschland schwirrte mir im Kopf der Gedanke umher, dass es bestimmt nicht besonders schwer sein könnte, das alles ganz einfach nachzumachen. Ich habe mich ein wenig informiert und kurze Zeit später trudelte ein Päckchen mit ein paar der Farbtütchen ein. Mit diesen seltsamen, waffelförmigen Werkzeugen zu arbeiten fühlte sich zu allererst unglaublich ungewohnt und seltsam an und es hat einige Zeit gedauert, bis ich mir ansatzweise beigebracht hatte, die Farbe zu kontrollieren. Feine und auch gerade Linien zu malen war wirklich schwerer als gedacht, aber je mehr bereitwillige Freunde sich für meine mehr oder weniger experimentellen Übungsmalereien zur Verfügung stellten, desto einfacher und natürlich spaßiger wurde das Ganze. Auch wenn ich noch meilenweit von den Künsten meiner indischen Gastgeberin entfernt bin, darf die Hennafarbe in meinem Festivalrucksack nicht fehlen und ich liebe es, dort sämtliche Freunde zu bekritzeln. Interessiert ihr euch vielleicht auch dafür? Dann habe ich ein paar Tipps und Tricks für euch. 


Ich habe meine Hennatrichter bisher auf Amazon bestellt und war recht zufrieden. Es gibt dort jedoch mal mehr und mal weniger Angebote und manchmal musste ich einige Wochen warten, bis ein passendes Produkt wieder verfügbar war. Ich bestelle deshalb immer 3 oder 4 Trichter auf einmal, diese halten mir dann aber auch sehr lang. Wichtig ist, darauf zu achten, dass es sich um natürliches Henna handelt, welches am Ende eine rotbraune Färbung ergibt, die gesundheitlich absolut unbedenklich ist. Kauft euch kein Henna, welches verspricht, eine schwarze Färbung zu hinterlassen und nach einer Wartezeit von einer halben bis ganzen Stunde schon perfekt sichtbar zu sein. Dieser Farbe wird das Haarfärbemittel PPD zugesetzt, welches zu schlimmen Haut- und sogar Leberschäden führen kann.
Sobald die Tütchen bei euch angekommen sind, empfehle ich euch, das Internet nach Inspiration zu durchsuchen. Das Stichwort "Mehndi" (die offizielle Bezeichnung für die kunstvolle Bemalung) wird euch bei Suchmaschinen beeindruckende Ergebnisse zeigen. Ihr könnt auch gerne mit ein paar Stiften eure eigenen Designs entwerfen und ausprobieren. Bevor ihr die Farbe auf der Haut verwendet, solltet ihr unbedingt auf einem Blatt Papier üben, mit den Trichtern umzugehen. Es ist schwer, den richtigen Druck auf die Tüte herauszufinden, damit eine nicht zu dicke Linie aus der Öffnung laufen kann. Übt gerade Linien, Kreise, Kurven und zu guter letzt eure Muster. Wenn ihr euch damit sicher seid, könnt ihr auf eurer Hand die ersten richtigen Malversuche starten. Die natürliche Farbe wirkt nur sehr langsam ein, weshalb ihr ohne Bedenken kleine Fehler mit einem Stück Zewa oder einem Wattestäbchen ausbessern könnt.


Habt ihr euer Kunstwerk vollendet, gebt ihr dem Hennatattoo mindestens zwei Stunden, um komplett zu trocknen und einzuziehen. Abhängig von der Farbe kann das ganze auch noch etwas länger dauern. Wenn ihr ein farbintensiveres Ergebnis erreichen möchtet, könnt ihr eine Zitrone über dem Henna auspressen, sobald dieses trocken wird. Feucht zieht die Farbe besser ein. Irgendwann wird alles bröselig, und die Farbe fängt von selbst an, von der Haut abzublättern. Sie kann mit Wasser abgewaschen werden, wobei ihr darauf achten solltet, jegliche Klumpreste zu entfernen, damit diese nicht dunkle Flecken auf eurer Haut hinterlassen, wo ihr sie nicht haben möchtet. Zur Not benutzt ihr ein paar Spritzer Olivenöl, und entfernt damit jegliche Hennareste. Am ersten bis zweiten Tag erscheint das Henna orangefarben, mit der Zeit wird es dann immer dunkler und sollte auf eurer Haut maximal eine Woche sichtbar sein. Neugierig geworden? :)

Kommentare:

  1. Großartiger Post, danke fürs teilen. Ich färbe schon seit Jahren meine Haare mit Henna, an Henna Tattoos habe ich mich bisher aber noch nicht versucht. Eines Tages würde auch gerne mal nach Indien reisen ... *träum*

    LG, Sandra

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  2. hey du kannst du hier vielleicht noch den link posten wo genau du sie bei amazon bestellt hast hab gerade alles abgesucht und finde nichts und habe angst die giftige farbe zu kaufen
    wäre sehr sehr lieb!! und echt toller post! grüße :)

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    1. Ich habe mal geguckt und im Moment gibt es leider wieder keine wirklich guten Angebote, zumindest auf Amazon. Ich werde aber meine Augen offen halten. Ansonsten google doch mal, nach professionellen Henna shops.

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