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Montag, 23. Juni 2014

Beerige Obsttörtchen

Meine Eltern sind mir (und meinem Bruder) wirklich gegenüber sehr tolerant. Ich kann mich eigentlich an keine Situtation erinnern, in der sie mich nicht unterstützt haben: Das Töchterchen reist quer durch Europa, um ein Konzert ihrer Lieblingsboygroup zu besuchen - kein Problem. Das Töchterchen zieht zu einer eigentlich wildfremden Familie in ein fremdes Land - kein Problem. Das Töchterchen ernährt sich von unfassbar exotischen Lebensmitteln (wie... Couscous!) - für meine Eltern unvorstellbar, aber an sich kein Problem. Das Töchterchen möchte Fallschirmspringen - wäre wahrscheinlich (für meine Eltern zumindest!) auch kein Problem. You get the picture. Mittlerweile gibt es allerdings eine Sache, die meine Eltern ganz und gar nicht verstehen können: Food-Photography. Oh, nein, was tut sie denn jetzt schon wieder? Warum schleppt sie den Kuchen bei dem Sturm und dem nahenden Platzregen nach draußen? Nein, wir haben keine schlichten Teller, aber das Service mit dem gelb-blauen Tulpenmuster ist doch so schön, nimm doch das! Moment mal, ist das die gute weiße Tischdecke, die auf dem Boden liegt? Und, OH NEIN, jetzt ist die Decke mitten in die Erdbeeren geweht! Wollten wir den Kuchen denn jetzt nicht eigentlich jetzt essen? Was machst du denn da?

... kurzum: Ich war am vergangenen Wochenende mal wieder auf Stippvisite in der Heimat und habe dort nicht nur ein paar sommerliche Beeren-Törtchen gebacken, sondern gleich auch noch die gute weiße Tischdecke ruiniert.


Für 6 Törtchen
80 g Mehl
20 g Speisestärke
1 TL Backpulver
3 Eier
60 g Zucker
1 Prise Salz
150 g Kuvertüre nach Wahl, gehackt
200 ml Schlagsahne
350 g frische Beeren nach Wahl
(Erdbeeren, Blaubeeren, Himbeeren, ...)
6 gehäufte TL Konfitüre nach Wahl
1 EL Puderzucker

Für die Biskuit-Törtchen heizt ihr den Backofen erst einmal auf 190°C (Umluft 170°C) vor und mischt das Mehl mit der Stärke und dem Backpulver in einer kleinen Schüssel. In einer größeren Schüssel verrührt ihr dann die Eier mit dem Zucker und dem Salz mithilfe eines Mixers für mindestens 6 Minuten, bis eine weiß-cremige Masse entsteht. Anschließend siebt ihr das Mehlgemisch in zwei Portionen in die Ei-Zucker-Masse und hebt es vorsichtig mit einem Schneebesen unter. Als nächstes legt ihr zwei Backbleche mit Backpapier bereit und verteilt auf jedem 6 Teigportionen mit einem Esslöffel möglichst weit auseinander, damit die Törtchen nicht zusammenlaufen. Die Bleche wandern nach einander für jeweils 9 Minuten in den Backofen.

Für die Schokocreme bringt ihr die Sahne erst in einem Topf vorsichtig zum Kochen, nehmt diesen dann von der Herdplatte und rührt die Kuvertüre unter bis sie geschmolzen ist. Wenn ihr das Ganze nun mindestens 30 Minuten abkühlen lasst, solltet ihr eine nicht mehr ganz so flüssige Schokocreme erhalten, die ihr dann später auf den oberen Törtchenhälften verstreicht und anschließend mit Beeren eurer Wahl garniert. Auf die untere Hälfte könnt ihr Konfitüre streichen (mehr dazu gleich) und dann setzt ihr ganz einfach ein halbes Marmeladentörtchen mit einem halben Schoko-Beerentörtchen zusammen. Vor'm Servieren mit Puderzucker bestäuben. Tadaaa!


Das Originalrezept für die Erdbeertörtchen stammt übrigens aus der aktuellen Für jeden Tag und wie ihr sehen könnt, habe ich mich außerdem auch noch für Blaubeertörtchen (mit Waldfrucht-Konfitüre) entschieden. Meine Familie und ich fanden die Törtchen (nach dem ausgibigen Shooting) sehr lecker, aber wir waren uns alle einig, dass eine leichte Quark-Joghurt-Creme (anstatt der Konfitüre) die Törtchen noch leckerererer machen würde - das werde ich nun auf jeden Fall beim nächsten Mal ausprobieren! Ich muss außerdem gestehen, dass ich ein bisschen getrickst habe. Meine Schokocreme für die Erdbeertörtchen war noch ein wenig viel zu flüssig, als ich sie auf die Törtchen gestrichen habe, aber bei dem nahenden Unwetter (und furchtbaren Lichtverhältnissen im Haus) musste ich mich beeilen und als ich dann spontan beschlossen habe, dass weiße Schokolade besser zu den Blaubeeren passen würde und dann aber leicht panisch feststellte, dass wir keine im Haus hatten, habe ich spontan zu heller Kuchenglasur gegriffen. Das war an sich auch lecker, aber Kuchenglasur wird natürlich viel fester/knackiger als mit Liebe selbstgemachte Schokocreme. 


Hach. Schade eigentlich, dass ich nur 6 Törtchen gebacken habe und mir keine Tupperdose mit Törtchen "für zuhause" vollstopfen konnte. Aber so kann ich nun umso mehr noch einmal Törtchen (mit Quarkcreme!) backen. 
Ich kann gar nicht genug von Erdbeeren, in allen Variationen, bekommen. Geht es euch genauso?

1 Kommentar:

  1. Oh was für ein tolles Rezept! Sieht echt total lecker aus ;)
    Hab dich grade über die Aktion von Backgaudi gefunden und finde deinen Blog echt klasse. Bin dir auch gleich mal gefolgt ;) Mach weiter so!

    Liebe grüße Chrissi
    von http://chrissitallys.blogspot.de/

    PS währe lieb wenn du auch mal bei mir vorbei stöberst ;)

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