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Mittwoch, 23. April 2014

Buchtipp: Das Schicksal ist ein mieser Verräter (John Green)

Happy World Book Day! Na gut, ich bin möglicherweise einer der letzten Menschen auf diesem Planeten, die Das Schicksal ist ein mieser Verräter von John Green jetzt erst gelesen haben und an denen der Hype fast komplett vorbeigezogen wäre. Ich kann mich vage daran erinnern, dass ich das Buch in den letzten Monaten aus dem Augenwinkel in sämtlichen Buchhandlungen liegen gesehen habe, aber - und das ist jetzt nur ein persönlicher Eindruck - das Cover wirkte auf mich wie eines dieser seltsamen Bücher (jaja, don't judge a book by its cover...), sodass ich nicht einmal einen halben Gedanken an das Buch verschwendet habe. Als mir eine Freundin dann aber vor ein paar Wochen ausgerechnet dieses Buch dringend empfohlen hat, war mein Interesse endlich geweckt. Ich habe mir den Roman für die Zeit in Italien (in der englischen Version - The Fault in our Stars) auf den eReader gepackt und... oh man, was ich verpasst hätte, wenn ich das Buch nicht gelesen hätte!


Die Geschichte um die 16-jährige Hazel ist eigentlich ein Jugendroman und lässt sich vielleicht auch gerade deshalb sehr gut lesen, was jedoch nicht bedeutet, dass die Handlung an sich locker, leicht und fluffig ist. Es gab Abschnitte im Buch, bei denen ich mir gewünscht habe, ich würde mit dem Buch gerad nicht umringt von knapp 20 Kommiltionen am Strand liegen (keine Sorge, das war nur am letzten halben Tag der Exkursion) und deshalb nicht krampfhaft versuchen müssen nicht in Tränen auszubrechen.


Hazel ist unheilbar an Krebs erkrankt. Wie lange sie noch leben wird, weiß niemand so genau, aber sie möchte auf gar keinen Fall Mitleid und anstatt dessen ihr restliches Leben lieber vor dem Fernseher verbringen. Ihre Eltern schicken sie (mehr oder weniger gegen ihren Willen) zu einer Selbsthilfegruppe für krebskranke Jugendliche und in dieser Gruppe lernt sie schließlich auch Augustus kennen, der gerade erst den Kampf gegen den Krebs vorläufig gewonnen hat. Viel mehr möchte ich gar nicht verraten.


Ja, der Roman ist eine Liebesgeschichte. Gleichzeitig ist der Roman aber auch noch so viel mehr - eine Achterbahnfahrt der Gefühle und dabei die Einsicht, dass das Leben oft einfach unberechenbar und verdammt unfair ist. Es gab einige Momente, in denen ich meinen eReader gerne voller Wut über diese Ungerechtigkeit gegen die Wand geschleudert hätte, aber auf diese Weise wurde mir nur umso mehr bewusst, dass das Schicksal wirklich ein mieser Verräter ist.  
 

Der Roman ist so authentisch aus der Sicht eines 16-jährigen Mädchens geschrieben - ironisch, sarkastisch, emotional, teilweise philosophisch und auch sehr intelligent, dass ich schon beinahe das Gefühl hatte, ein echtes Tagebuch in den Händen zu halten und nicht das fiktionale Werk eines erwachsenen Mannes. Ich konnte absolut nicht absehen, wie die Geschichte ausgehen würde, war dementsprechend durchweg gespannt und konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen.. Es hat mich auf seine bittersüße Art gepackt und fest durchgerüttelt. Hazel und Augustus sind mir lange nicht aus dem Kopf gegangen und die Geschichte ließ und lässt mich einmal mehr über das Leben, den Tod und all die wunderbaren und furchtbaren Dinge dazwischen nachdenken.


Ich glaube, jeder kennt das Gefühl, wenn man so ein richtig gutes Buch zu ende gelesen hat - man ist traurig, dass die Geschichte schon vorbei ist und eventuell auch traurig darüber, dass das Buch nicht so geendet hat, wie man es sich gewünscht hatte. In diesem Fall gibt es einen kleinen Trost: Der Roman wurde verfilmt und kommt schon am 5. Juni in die deutschen Kinos! 



Ich bin schon total gespannt auf den Film, aber der Trailer spiegelt zumindest schon mal 1:1 das wieder, was sich in meinem Kopfkino abgespielt hat, als ich das Buch gelesen habe.

Habt ihr das Buch gelesen oder möchtet ihr es nun vielleicht auch lesen? Habt ihr ähnlich gute Buchtipps für mich, die möglicherweise an mir vorbeiziehen, weil sie ein seltsames Cover haben? : )

1 Kommentar:

  1. Juleeee ♥ Du hast mein absolutes Lieblingszitat verwendet. Das mit den Choices.
    Und was ich auch so sehr liebe: Okay? Okay.
    Und ja, ich hab noch einen Tipp bzw. 2 für dich. "If I stay" und "Where she went" von Gayle Forman gehören für mich absolut auch in die Reihe absoluter Lieblingsbücher. Und "Fangirl" von Rainbow Rowell. Diese 3 Bücher sind, genau wie "The fault in our stars" absolute Perfektion.
    Leider fand ich die anderen Bücher von John Green nicht so toll :/ "Paper Towns" hat tolle Sätze, war sonst aber lahm und "Looking for Alaska" muss ich noch lesen...

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