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Montag, 17. Februar 2014

Filmtipp: Hannas Reise

Dass ich euch hier mal einen "Geheim"-Film-Tipp gebe, hätte ich vielleicht selbst auch nicht gedacht. Versteht mich nicht falsch, ich liebe Kinobesuche und gemütliche DVD-Abende, aber die Filme, die ich mir dann ansehe, sind meistens als "Blockbuster" schon recht bekannt, sodass ich sie gar nicht hier umwerben müsste, weil jeder den Trailer schon in der Fernsehwerbung gesehen hat. Das wäre dann quasi so, als würde ich einem Freund mit Fantasy-Vorliebe raten, unbedingt mal Harry Potter zu lesen.

Vor ein paar Tagen habe ich allerdings bei einem Gewinnspiel zwei Kinokarten für einen Film gewonnen, von dem ich zuvor überhaupt nichts gehört hatte: Hannas Reise. Natürlich wurde direkt mal gegooglet - der Film basiert auf dem Roman "Das war der gute Teil des Tages" von Theresa Bäuerlein. Davon hatte ich ebenfalls noch nie gehört. Ich habe mir den zweiminütigen Trailer angesehen, der zwar recht unterhaltsam war, aber danach hatte ich auch keine wirkliche Ahnung, worum der Film eigentlich gehen würde. Also dachte ich mir, ich würde mich einfach einmal überraschen lassen.
Die erste Überraschung gab es schon, als ich im Kinoprogramm nachsehen wollte, zu welchen Zeiten der Film läuft und dabei feststellte, dass der Film hier gar nicht im "großen" Kino läuft, sondern nur im Filmkunsttheater. Ich muss gestehen, dass ich zuvor noch nie im Filmkunsttheater war, aber das wird sich in Zukunft nun ganz bestimmt ändern. Das urige, kleine Kino verfügt über 3 kleine Kinosäle, die "Kammer", "Palette" und "Atelier" heißen (herzallerliebst, oder?!) und die Leinwände in privaten Heimkinos sind zum Teil bestimmt größer als die in unserem Kinosaal, aber es war einfach wunderbar gemütlich. Außer einer lieben Freundin, die ich eingeladen hatte, und mir sahen sich noch zwei weitere Frauen den Film an, was das Wohnzimmerfeeling aber nur noch verstärkte.

Also, worum geht der Film denn überhaupt? Ich möchte nicht zu viel verraten, weil euch der Film vielleicht auch einfach am besten gefallen wird, wenn ihr euch ohne Erwartungen und Vorurteile ins Kino setzt. Ganz grob: Die Studentin Hanna möchte ihre Karrierechancen und ihren Lebenslauf aufbessern, indem sie spontan als Freiwillige mit Behinderten in Israel arbeitet. Das führt natürlich (u.a.) zu einem ziemlich unterhaltsamen Culture-Clash mit vielen Überraschungen.

Guckt einfach mal selbst:


Meine Freundin und ich konnten uns anschließend nicht so richtig einigen, in welches Genre der Film denn nun eigentlich fällt - Komödie? Drama? Eine Mischung aus beidem? Hannas Reise ist einfach ein richtig guter Feel-Good-Film, der Spaß macht und gleichzeitig auf jeden Fall auch zum Nachdenken anregt - er hat mich auf dem Heimweg und auch eine ganze Weile danach noch begleitet. Kurzum: Ein Film, den ich euch wärmstens empfehlen möchte.

Ich finde es übrigens äußerst schade, dass der Film höchstwahrscheinlich komplett an mir vorbeigezogen wäre, wenn ich die Kinokarten nicht gewonnen hätte. Mein neuer Vorsatz: Definitiv öfter mal nachschauen, welche alternativen und "unbekannten" Filme in kleineren Kinos laufen.

Wäre der Film etwas für euch?

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