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Freitag, 10. Januar 2014

Lulus Lieblingsbücher

Bücher haben in meinem Leben schon immer eine große Rolle gespielt. In meiner Kindheit habe ich unglaublich viel gelesen, und ein Buch nach dem anderen verschlungen. Ich saß oft Nachts mit Taschenlampe unter meiner Bettdecke, und habe gespannt die nächsten Zeilen gelesen, während ich eigentlich schlafen sollte. Bücher sind für mich ein kostenloses Ticket in eine verzauberte Welt, und wenn ich einmal Kinder habe, werde ich alles dafür tun, dass sie ebenfalls Gefallen darin finden. In den letzten Jahren habe ich lang nicht mehr so viel gelesen, weil mir manchmal anderes so viel wichtiger erschien. Ich bedauere das wirklich, und weiß, dass es dort draußen noch so viele magische Zeilen so verschlingen gibt. Einer meiner wichtigsten Vorsätze für 2014 ist es, viel mehr Reisen in die Welt aus Wörtern und Buchstaben zu unternehmen. 
Heute möchte ich euch jedoch meine größten Schätze aus meiner Lese-Vergangenheit vorstellen, die unglaublich tief in meinem Herzen einen Platz gefunden haben.


1. Anna Gavalda - Zusammen ist man weniger allein Zwei von Grund auf unterschiedliche Menschen entdecken ihre Liebe füreinander und kommen nicht mehr davon los. Dieses Buch bekam ich von meiner liebsten Freundin Toni zu einem Geburtstag geschenkt. Sie überreichte es mir mit den Worten: "Wenn du die Wahrheit über die Liebe suchst, dann wirst du diese Zeilen lesen, und immer wieder denken, 'Ja, genau so! So ist es wahr!'". 

2. Walter Moers - Die Stadt der träumenden Bücher - Hildegunst von Mythenmetz wird ein Manuskript hinterlassen, welches so makellos ist, dass er in der Stadt der träumenden Bücher versucht, der Herkunft des Geheimnisses nachzugehen. Ich kenne wenige Autoren, der auf ihre eigene Art so phantasievoll und witzig schreiben wie Walter Moers. Dieses Buch ist das beste Beispiel für seine Künste. 

3. Mark Haddon - The curious incident of the dog in the night-time - Christopher Boone leidet an einer besonderen Art von Authismus. Eines Tages findet er in seiner Nachbarschaft einen toten Hund, der mit einer Heugabel erstochen wurde, und versucht, detektivisch dem Fall nachzugehen. Ich habe dieses Buch in Irland im Unterricht gelesen, und es war eindeutig das beste Schulbuch, was ich jemals lesen durfte. 

4. Joanne K. Rowling - Harry Potter (aaalle Bände) - Die Person, der ich den Inhalt beschreiben muss, meldet sich bitte von mir, und darf mir dann die Frage beantworten, hinter welchem Mond sie in den letzten 15 Jahren gelebt hat. Ich bin mit Harry aufgewachsen und war nach jedem Buch so eingesogen in seine gesamte Welt, dass mir das Herz wehtat. Das schaffen nicht viele Bücher, und ich bin Miss Rowling auf Ewigkeit dankbar, dass sie meine Kindheit verzaubert hat. 

5. Jostein Gaarder - Das Kartengeheimnis -  Hans-Thomas begibt sich mit seinem Vater auf die Reise nach Griechenland, um seine Mutter wieder zu finden. Auf dem Weg versinken sie in unendlichen Konversationen über den Sinn der Welt. Ich kann nicht beschreiben, wie viel mir dieses Buch bedeutet. Es ist voller angestrichener Stellen und Eselsohren, weil ich es so oft gelesen habe. Jostein Gaarder hat es geschafft, mich als Kind die Fragen stellen zu lassen, die mir sonst viel später in den Sinn gekommen währen, und hat damit meine Welt so ziemlich durcheinander geworfen. 

6. Paulo Coelho - Der Alchemist - Ein Schäferjunge sucht den größten Schatz der Erde, und begegnet dabei einem Alchemisten, der ihm beibringt, seinen Träumen zu folgen. Mein guter Freund Phil schickte mir dieses Buch aus Australien, und ich habe es ab der ersten Zeile geliebt. In kaum einem anderen Buch wird einem das Verfolgen seines eigenen Lebenstraumes so sehr ans Herz gelegt. 

7. John Boyne - The boy in striped pyjamas - The story of The Boy in the Striped Pyjamas is very difficult to describe. Usually we give some clues about the book on the cover, but in this case we think that would spoil the reading of the book. We think it is important that you start to read without knowing what it is about. If you do start to read this book, you will go on a journey with a nine-year-old boy called Bruno. (Though this isn't a book for nine-year-olds.) And sooner or later you will arrive with Bruno at a fence. We hope you will never have to cross such a fence." - Besser hätte ich es nicht schreiben können, und ich kann nur noch hinzufügen, dass mir die Tränen in Wasserfällen das Gesicht hinunter liefen. Ein must-read.  

8. Antoine de Saint-Exupéry - Der kleine Prinz - Dieses Buch ist die wahrscheinlich berühmteste Hommage an Freundschaft und das Leben durch die Augen eines Kindes. Was kann ich noch mehr dazu sagen, als dass es die wahrscheinlich am schönsten geschriebene Anleitung dazu ist, die Welt mit seinem Herzen zu betrachten. 

9. Carlos Ruiz Zafón - Der Schatten des Windes - Daniel Sempere entdeckt im Friedhof der vergessenen Bücher einen Roman, der sein ganzes Leben verändern wird. Dieses Buch musste in meine Liste, weil es das wahrscheinlich spannendste ist, welches ich je gelesen habe. Sobald mich ein Buch mit zitternden Fingern die Seiten umblättern lässt, gehört es in meine Hall of Fame. 


Meine Lieben, ich hoffe, ich konnte euch ein paar meiner Schätze näher bringen. Tut es mir gleich, nehmt euch heute Abend ein Buch aus eurem Schrank, und öffnet den Deckel mit wohltuender Aufregung :)
Warum erzählt ihr mir nicht etwas über euer Lieblingsbuch?

Kommentare:

  1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  2. Lieblingsbücher?! Oh das ist ein schweres Thema. Wie du auch Lulu, habe ich mich seit frühester Kindheit in die Welt der Bücher verloren. Damals war es vor allem "Alle lieben Putzi", das habe ich immer und immer wieder gelesen, weil es so toll war. Und auch das einzige Buch, woran ich mich noch so richtig erinnern kann aus der Kindheit.

    Und dann kam "Sophies Welt" von Jostein Gaarder. Das war das erste Buch, das ich selbst in der Schule heimlich unterm Tisch weiter gelesen habe, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Es war einfach perfekt. Damals hatte ich es von einer Freundin, irgendwann, weit im Erwachsenen Alter, habe ich es mir selber auch gekauft und hoffe irgendwann noch mal dieses Buch lesen zu können.

    Bei The Boy... stimme ich dir vollkommen zu. Ich habe es irgendwo gesehen, irische Autor, Geschichte über einen kleinen Jungen zu der NS-Zeit, es war einfach perfekt für mich und dann habe ich es verschlungen und innerhalb von nicht mal 2 Tagen war dieses tolle Buch ausgelesen. Keine weitere Seite mehr zum Umblättern. Viel zu schnell war es vorbei :(

    Aber ich könnte so viel noch schreiben, auch über Harry Potter, oder den Paulo Coelho (von dem ich ein Buch gelesen habe, und das so schlimm für mich war, dass ich nie wieder was von dem Mann lesen wollte), oder wie man sich in den Büchern verlieren kann und wie sehr ich das auch wieder will. Aber wie dir geht es mir so, dass immer was dazwischen kommt, wenn man/ich lesen will. Manchmal versuche ich mich dazu zu zwingen auf dem Weg nach Hause im Bus zu lesen, aber dann ist man zu müde, oder wird von was anderem abgelenkt oder oder ... Das ist auf jeden Fall, wie auch bei dir, ein Vorsatz für dieses Jahr: Wieder mehr lesen.

    Und bei dem ganzen Text, habe ich ganz vergessen, was mein/e Lieblingsbuch/bücher sind, darum wurde die 1. Version gelöscht ... So genau kann ich das aber eigentlich auch nicht sagen. Ich weiß, dass ich die beiden Irland Bücher von Edward Rutherford verschlungen habe, mich aber mit dem London Buch etwas schwer getan habe, obwohls so interessant war. Frank McCourt ist ebenso ein Kandidat, für interessante Stunden. Und dann gab es da die Bücher von Frank Delaney, Schwert und Harfe bzw. Glanz und Asche (auch unter dem Titel Tipperary erschienen), die einfach toll waren. Und im letzten Jahr war ich besonders angetan von den beiden Büchern von Justin Cronin. Die ich wirklich jedem nur empfehlen kann. Aber seid gewarnt: Erst im Herbst diesen Jahres kommt der dritte Teil der Serie raus, was schon ziemlich blöd, wenn man wissen will, wie es ausgeht ... Allgemein kriegt man mich aber meist mit Büchern über Irland, wenn ich so angucke, was ich letztes Jahr gelesen habe, waren es zu 90% Bücher die in Irland spielen oder von irischen Autoren kommen. Der Rest waren Fußballer Biographien und ein/zwei Bücher die nicht in die anderen drei Kategorien kommen. Man kann da also gut und gerne ein Schema erkennen ;)

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  3. Franzi! Was ein sagenhafter Kommentar!
    Ich muss gestehen, ich kenne kein einziges Buch deiner vorgestellten Lieblingsbücher. Sind sie eher geschichtlich, oder steckt dort auch eine story drin? Wenn sie dir gefallen, dann mir aber ganz bestimmt auch. Jeder, der Jostein Gaarder und Paulo Coelho als Wegbegleiter in der geheimen Welt der Bücher ansieht, der weiß, worauf es beim geschrieben Wort vor allem ankommt. Vielen Dank für deinen langen Text!

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    1. Also die Geschichten von Frank Delaney sind geschichtlich aber mit einer Story verbunden, die zieht sich durch das gesamte Buch. Und auch Edward Rutherford schreibt seine Bücher auf geschichtlichen Tatsachen, aber mit fiktiven Charaktären, die diese geschichtlichen Momente erleben. Von Frank McCourt sind es Biographien, also eine Lebensgeschichte, aber kein Roman ;)
      Und Justin Cronin ist einfach nur ... schwer zu beschreiben. Ich glaube man findet es unter Romanen im Buchhandel, aber es ist viel mehr als ein Roman, es ist viel mehr ganz viel für die Fantasie und Action und so, zumindest mir nicht bekannt, noch nie da gewesen. Ein schiefgegangenes Experiment mit 12 Straftätern, die zum Tode verurteilt wurden, und die niemanden haben, also nicht vermisst werden, wenn das Experiment schief geht. Und dann gibt es die kleine Amy, sechs Jahre alt, die, wie man im Laufe des Buches merken wird, auf schräge Art und Weise mit allen verbunden ist. Ich habe eben schon versucht eine gute Inhaltsangabe zu finden, aber die sind alle so nichtssagend. Ich bin damals Hauptsächlich auf durch das Cover aufmerksam geworden, ein gutes Cover hat zu 95% immer meine Aufmerksamkeit, und habe es mir nach Ewigkeiten dann einfach mal geholt und konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Es war einfach zu gut.

      Aktuell verschlinge ich im Übrigen "Der Junge, der Träume schenkte" von Luca di Fulvio. Und zum ersten Mal in all den Jahr(zehnt)en, habe ich es heute, wegen eines Buches, geschafft, eine Haltestelle zu verpassen, bei der ich hätte aussteigen müssen. Das sagt auch eine Menge über das Buch aus ;)

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    2. Ich habe gerade doch noch eine gute Beschreibung gefunden: http://de.wikipedia.org/wiki/Der_%C3%9Cbergang, leider ist die Seite für das zweite Buch der Reihe nicht so gut :( Aber wenigstens etwas ;)

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