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Freitag, 8. November 2013

DIY: Traumfänger


Seid ihr abergläubisch? Also, ich finde, man kann bei diesem Thema zwischen zwei groben Richtungen unterscheiden: Es gibt Dinge, an die möchte man gar nicht glauben - Die schwarze Katze, die einem den Weg kreuzt, oder das Unglück, welches eintritt, nachdem man unter einer Leiter durch spaziert ist - Oder eben die Geschichten, die zu zauberhaft sind, um ihnen keinen Glauben zu schenken: Blütenblätter, die man zupft, bis die erwünschte Antwort herauskommt oder Wünsche, die wahr werden, wenn man eine Wimper in den Wind pustet.
Zu der letzteren Kategorie gehören für mich auf jeden Fall Traumfänger. Diese wunderschönen und faszinierenden Objekte stammen aus der indianischen Kultur, und haben die Aufgabe, die guten Träume zu dem Träumer hindurch dringen zu lassen, während die Bösen im Netz hängen bleiben, bis sie von der Morgendsonne neutralisiert werden. Ich finde diesen Mythos so magisch, dass ich gar nicht anders kann, als ihm meinen vollsten Glauben zu schenken. Und das Beste dabei ist: Traumfänger sind wunderbar einfach selber zu machen, und heute möchte ich euch zeigen, wie ihr euch die kleinen Helferlein in euer Reuch holen könnt. 


Ihr braucht dazu: 
Einen oder mehrere Metalringe
Garn, Fäden oder Bänder in allen Farben und Formen (Wildlederbänder gefallen mir am Besten!)
Flüssigkleber und eine Schere
Perlen und Federn
... Oder was auch immer ihr gerne in euren Traumfänger integrieren möchtet



Zuerst nehmt ihr euch euren Metalring und wickelt das Band eurer Wahl so lange herum, bis man nichts mehr vom den eigentlichen Material erkennen kann. Achtet darauf, dass ihr genügend Band zur Hand habt. Für einen großen Ring habe ich 2,5 Meter gebraucht. 

Diesen Vorgang wiederholt ihr so lange, bis all eure Ringe von Anfang bis Ende eingewickelt sind. 

Als nächstes nehmt ihr euch die Schnur zur Hand, mit der ihr das Innere des Traumfängers weben wollt. Dazu knotet ihr das Ende der Schnur fest um den Ring, am besten direkt neben den schon vorhandenen Knoten.

Nun fangt ihr an, das Netz zu knüpfen. Vom Knoten aus führt ihr die Schnur hinter dem Ring hoch, und legt sie dann nach vorne. Den Abstand zum Anfangsknoten legt ihr selber fest, je nachdem wie groß oder klein euer verknüpftes Netz werden soll. 

Nun führt ihr die Schnur von unten durch die gerade entstandene Lasche. Mit diesem kleinen Handgriff ist dieser Web-Schritt schon vollendet - geht total einfach, und wenn man die Bewegung raus hat, auch umso schneller!

6 Ein paar Mal werdet ihr diesen Schritt wiederholen, damit ihr den ganzen Durchmesser bespannt. Wenn ihr wieder am Anfang angekommen seid, habt ihr euren Ring mit den Ankerpunkten verknotet, die ihr jetzt erneut verwenden werdet, um das Netz weiter zu weben. 

Eigentlich knotet ihr jetzt genauso weiter wie zuvor, nur dass ihr statt dem Rand des Rings die gerade entstandenen Laschen benutzt. Hierzu führt ihr eure Schnur von unten durch die Lasche durch, und dann...

8 ... von oben wieder zurück durch die neue entstandene Lasche. Ihr könnt nun anfangen, ab und zu Perlen auf die Schnur zu ziehen. Wiederholt diesen Schritt, bis ihr irgendwann in der Mitte angekommen seid, und macht dann einen finalen Knoten irgendwo. Wie ihr an meinen Exemplaren erkennt, muss es nicht perfekt werden, um schön auszusehen. Vergesst nur nicht, die Schnur immer gut festzuziehen, da sonst das Netz in sich zusammen fallen könnte. 


Was jetzt kommt, ist allein eurer Kreativität überlassen. Ich mag den indianischen Touch mit Federn und Lederband, und habe deswegen das als Anhänger für meine Traumfänger gewählt. Was ich mir ebenfalls vorstellen könnte wären ganz viele bunte Stoffstreifen, kleine Erinnerungsstücke, Muscheln, Sterne, ... Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wie ihr seht, ist es nicht schwer, verschiedene Stile nachzuahmen, rustikal, zart, monoton oder bunt. 

 

Ich bin gespannt, ob ich heute Abend sanft in einen wunderschönen Traum geleitet werde. Übrigens - Meint ihr, Baby Julius würde sich über den kleinen Traumfänger freuen? :-)
Bis bald, 

Kommentare:

  1. Toller Beitrag Lulu. Am schönsten ist der Traumfänger mit dem weißen Spitzenpapier.
    Lg soso

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  2. wo habt ihr denn die schönen perlen her?

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  3. wooow, sind die schööön!! die MUSS ich mir nachmachen! :)

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  4. Die sind echt schön :) Wo bekommt man denn solche Metallringe her?

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