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Samstag, 26. Oktober 2013

Homestory - Jule

Vor einigen Tagen wurden wir gefragt, ob wir nicht Lust hätten auch mal Fotos von unseren Wohnungen (als Inspiration?) zu zeigen - sehr gerne! Ich hatte mir direkt vorgenommen dieses Wochenende ein paar Fotos und somit den Anfang zu machen, aber als es dann heute soweit war, wurde mir erst bewusst, dass es gar nicht so einfach ist, eine Wohnung für Fremde besonders authentisch und eindrucksvoll darzustellen. So richtig zufrieden bin ich mit dem Ergebnis auch noch nicht, aber bis ich euch alle mal auf eine Tasse Tee einlade, müssen diese Einblicke erstmal genügen:


Ich studiere im wunderschönen Marburg, wohne aber in einer Kleinstadt ca. 10 km von Marburg entfernt. Der Wohnungsmarkt in Marburg ist aufgrund der (zu) vielen Studenten totaler Wahnsinn. Für den Mietpreis, den ich für meine ganz eigene 60m²-Wohnung zahle, würde ich in der Marburger Innenstadt (ohne Witz) etwa ein 12m²-Zimmer in einer heruntergekommenen WG bekommen. Ich weiß, dass viele Studenten gerade das WG-(Party-)Leben schätzen und lieben, aber für mich ist das überhaupt nichts. Ich bin nicht nur nicht mutig genug, um mit wildfremden Personen zusammenzuziehen, sondern ich brauche einfach auch mein eigenes Reich, in dem ich sonntags auch mal den ganzen Tag im Schlafanzug vetrödeln kann. Was aber noch viel wichtiger ist: Ich muss mich in meiner Wohnung wohl fühlen. Das mag recht simpel klingen, aber ich weiß, dass ich mich in einer WG niemals so wohl und zuhause fühlen könnte wie ich es in meiner eigenen Wohnung, die ich nach Belieben selbst gestalten kann, tue. Deshalb wohne ich sehr viel lieber etwas außerhalb, fahre 8 Minuten lang Bahn bis ich in Marburg bin und bin damit sogar auch schneller an der Uni als Studenten, die mit dem Bus quer durch Marburg fahren müssen.


Als ich vor 2 Jahren von Zuhause ausgezogen bin und mit dem Studium begonnen habe (und Resi das Gleiche getan hat), haben Resi und ich hier in dieser Stadt eine beste-Freundinnen-"WG" gegründet. Nachdem ich gerade ausführlich erklärt habe, weshalb ich nicht in einer WG leben könnte, mag das seltsam klingen, aber mit der besten Freundin zusammenzuziehen, ist natürlich etwas ganz anderes als in einer normalen WG zu wohnen. Die 1 1/2 Jahre, die wir zusammengewohnt haben, waren eine wunderbare Zeit und wir haben unsere Wohnung auch sehr geliebt (meistens jedenfalls). Als Baby Julius dann aber auf dem Weg war, war es klar, dass wir nicht zusammen in der Wohnung bleiben könnten. Da unsere Wohnung für einen kleinen Knirps ungeeignet und für mich alleine zu groß (und zu teuer) gewesen wäre, sind wir im März dieses Jahres ausgezogen. Nun wohne ich in einer putzigen 1 1/2-Zimmerwohnung in einem Fachwerkhäuschen und Resi wohnt mit ihrer kleinen Familie 20 Gehminuten von mir entfernt (aber davon wird sie euch selbst demnächst berichten).


Der größte "Raum" in meiner Wohnung, und somit das Herzstück, ist die mit einigen Holzbalken geschmückte Küchen-Wohnzimmer-Arbeitszimmer-Esszimmer-Kombi, die ihr auf den bisherigen Fotos gesehen habt. Am wichtigsten ist es mir, wie gesagt, mich in meiner Wohnung auch wirklich zuhause fühlen können und um mich zuhause fühlen zu können, muss meine Wohnung sehr persönlich sein. Für einige mag das auch viel Sinn ergeben, aber dennoch bin ich immer mal wieder etwas schockiert, wenn ich Wohnungen sehe, in denen kein einziges persönliches Foto hängt und man überhaupt nicht erkennen kann, wer denn überhaupt in dieser Wohnung lebt oder ob sie nicht doch einfach nur als Besichtigungs-Muster eines Möbelhauses dient. Für manche mag das ja in Ordnung sein, aber ich mag einfach selbstgemachten, einzigartigen Krams. An der altrosa Wand in meinem Wohnzimmer hängen übrigens jede Menge Fotos, die ich in den letzten Jahren geschossen habe. Einige der Bilderrahmen habe ich auf Flohmärkten gekauft, andere hingen schon seit Jahren in meinem "Kinderzimmer" (grüne "Nyttja" von IKEA) und wurden letztendlich mit Goldfarbe besprüht. Eigentlich bin ich nie ein typisches "rosa" Mädchen gewesen, aber irgendwie hat die Farbe einfach so gut gepasst. Mittlerweile finde ich aber, dass ein dunkles graublau vielleicht auch nicht schlecht wäre...


In meinem Wohn-/Arbeitszimmer steht außerdem eines meiner zwei Billy-Bücherregale, gefüllt mit Büchern für's Studium (und den Job), DVDs und meiner geliebten Kochbuchsammlung. Kaum zu erkennen ist mein Expedit-Regal, das an meinen Schreibtisch grenzt und mit meinen Ordnern vollgestopft ist. Gleichzeitig ist das Regal aber eine gute Ablage für Schlüssel und sonstigen Kram, wenn man gerade nach Hause kommt. Hinter der Tür ist noch ein kleiner Flurraum, in dem mein großes Schuhregal und mein "Vorratsregal" (mit meinem nie endenden Marmeladenvorrat) stehen und dann kommt erst meine "richtige" Wohnungstür, die zum Treppenhaus führt. Die Wand über meinem Schreibtisch habe ich neulich schon in diesem Eintrag vorgestellt.


Am Anfang fand ich meine Küche (die befindet sich seit geschätzten drei bis vier Jahrzehnten in dieser Wohnung) furchtbar und wollte erst alle Schränke und Fliesen mit Folien überkleben, aber das wäre mir dann doch zu teuer und zu aufwendig geworden. Anstattdessen habe ich versucht mit wenigen Mitteln die Küche so annehmbar wie möglich zu gestalten. Dazu gehören eine DIY-Tafel an meinem Kühlschrank (vielleicht schreibe ich dazu nochmal eine kurze Anleitung), mein neu lackierter Küchenwagen, schöner Krimskrams (meist Flohmarkt-Fundstücke) und nicht zuletzt meine recht große Teesammlung. Kochen und Backen lässt es sich hier nun jedenfalls wunderbar!

Ach, ich wollte noch was zu den gestreiften Stühlen sagen! Das sind alte Stühle, die ich vor 2 Jahren von meiner Oma bekommen habe und die haben Resi und ich dann für unsere Nicht-WG erst abgeschliffen, anschließend weiß lackiert und dann mit Streifen in rosa, pink und lila versehen.


Mein Schlafzimmer ist recht klein und gemütlich, aber alles Wichtige (Bett, Nachttisch, Kleiderschrank, Schmuckaufhänger und Bücherregal) passt gerade mal so hinein. Eine Wand habe ich in einem hellen grau-türkis gestrichen, damit sich die schönen Bett-Schnörkel besser davon absetzen. Ursprünglich baumelte daran auch mal eine Lichterkette, aber die ist seit dem Umzug verschwunden, ich vermute aber, sie in einigen Wochen in der Weihnachtskiste zu finden. Ansonsten gibt es zu meinem Schlafzimmer auch gar nicht so viel zu erzählen - bis auf mein neuestes, noch unvollständiges Projekt: meine Irland-Wand am Fußende meines Bettes.


Die ganzen Bilderrahmen habe ich alle auf einem (!) Flohmarkt ergattert und mit den verschiedensten Irland-Erinnerungen/Bildchen ausgestattet. In den großen Rahmen soll noch eine schöne Typographie-Karte der Insel (für die ich aber erstmal sparen muss). Wenn das Projekt abgeschlossen ist, berichte ich vielleicht nochmal genauer von der Wand.

So, das war eigentlich der Rundgang durch mein kleines Reich. Ich fühle mich hier mittlerweile pudelwohl, aber ich würde niemals sagen, dass meine Wohnung "fertig" ist, weil ich dafür einfach zu gerne alles Mögliche nach Lust und Laune wieder ändere, neue Sachen hinzufüge und alten Krams aussortiere. Die Größe meiner Wohnung ist absolut perfekt für mein Studentenleben (wenn nicht sogar schon Luxus!) und wenn ich könnte, würde ich lediglich die Küche rausschmeißen, für (mehr) Tageslicht in der Küche sorgen und ein Balkon wäre auch fantastisch, aber die vielen schönen Seiten meiner Wohnung lassen mich darüber hinweg sehen.

(Ach, über mein Bad möchte ich übrigens nicht reden. Der schönste Duschvorhang der Welt rettet zwar schon einiges, aber verdrängt die 70er-Jahre-Partystimmung auch nicht so wirklich :D)



Kommentare:

  1. Wow, so schnell können sich Wünsche erfüllen. Vielen Dank, liebe Jule und wie ich schon vermutet hab... TOLLE Wohnung :) Ich hab ein biiiisschen weniger Platz als du, aber für einen alleine ist diese Größe echt super. Gefällt mir richtig gut bei dir. Und ich bin ja total verschossen in dein cooles Eulenkissen mwah ♥ ♥ Danke für die kleine Besichtigungstour!

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  2. hey, ich finde deine wohnung echt toll und du musst deine küche oder bad echt nicht verstecken, das macht es doch gerade authentisch! ;-) btw: marburg ist wirklich toll und die umgebung auch, gerade landschaftlich! VLG

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  3. WOW - ich liebe den Farb- und Mustermix deines Zuhauses! Wunderschön! Woher hast du die Wandfarbe des Schlafzimmers? Grau-Türkis?

    Grüße aus dem hohen Norden,

    Marleen

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    1. Oh, danke! :) Die grau-türkise Farbe habe ich mithilfe dieser Farbkärtchen im Baumarkt ausgewählt und anmischen lassen - das war überhaupt nicht teurer als fertig gemischte Farbe zu kaufen :).

      Liebe Grüße, Jule

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    2. Danke für deine schnelle Antwort! :) Weißt du noch wie die Farbe hieß/welche Marke? Oder der genaue Farbton? Habe mir zwecks DIY-Bastelprojekt auch schon 3 Millionen Farkärtchen in mintgrün/türkis im Baumarkt "geklaut" - allerdings war kein Farbton dabei der so schön ist wie deiner!!! :( War bei OBI, vielleicht erinnerst du dich ja noch wo deine Farbe gemischt wurde? Bin ganz neidisch hehe :P

      Liebe Grüße,
      Marleen

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    3. Leider kann ich nicht mehr genau sagen, von welcher Marke die Farbe ist und welche Nummer sie hat. Gekauft habe ich die Farbe im Herkules-Baumarkt (Edeka). Die haben da unglaublich viele Farbkärtchen. Ich hoffe, du findest noch die richtige Farbe für dich :)

      Liebe Grüße,
      Jule

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